Bei der Einrichtung der ELAC Debut Connex gibt es nichts Großartiges zu beachten. Einfach das Stromkabel mit dem Master-Lautsprecher verbinden, mittels des beiliegenden Verbindungskabels die zweite passive Box einbinden und die gewünschten Zuspieler anschließen. Dann kann es auch schon losgehen. In dem dargestellten Testszenario kam noch ein Cambridge Audio EXN100 Netzwerk-Streamer zum Einsatz, der per optischem Toslink angeschlossen werden kann.
Darüber hinaus kann man über den sog. XBASS auch noch den Tiefton-Anteil abschwächen oder aufdicken. Gleiches gilt auch für einen Nachmodus, der sich in der App auswählen lässt. Kleinigkeiten wie die Wahl des Aufstellortes und das akustische Balancing sind ebenfalls möglich. Die App ist wirklich übersichtlich und sinnig konzipiert – in Summe perfekt zum Lautsprecher passend.

Die Nutzungsmöglichkeiten des Lautsprechers sind doch auch dank der Größe mehr als vielfältig. Denkbar natürlich als Stereo-Aufbau als kompakte Audio-Anlage, ob nun auf einem Lowboard oder mit dedizierten Stativen – präsentieren sich beide Gehäuse hervorragend. Auch an einem PC im Monitor-Bereich wäre hier zu denken – entweder mit einem Notebook oder aber auch Multimedia-Umfeld (Video-Cutting, Gaming etc.).

Die LED-Anzeige in der Front gibt einen gewissen Betriebszustand wieder. Leider werden nicht, wie auch bei anderen Herstellern, die verschiedenen Eingänge durch unterschiedliche Farben signalisiert. So blinkt die LED beim Durchschalten der Eingänge lediglich. Eine Ausnahme bildet hier Bluetooth: Ist das Modul aktiviert, leuchtet die LED blau. Bei allen anderen Eingängen gibt es aber keine farbliche Trennung, sodass man immer probieren muss, welcher Eingang jetzt gerade aktiv ist. Das es auch intuitiver geht, zeigen andere Hersteller. Praktisch ist dagegen die HDMI-Funktion inklusive ARC, die eine Lautstärkeregelung mittels vorhandener TV-Fernbedienung zulässt und so die Debut Connex auch am Fernsehgerät nutzbar macht.
In der Praxis konnten die ConneX aber dennoch für den einen oder anderen Aha-Moment sorgen. Trotz der kompakten Baugröße sind sie klanglich sehr ansprechend unterwegs, agieren mit einer guten Detailarbeit im Hochtonbereich, gleichzeitig überzeugen sie mit einer guten Stimmwiedergabe, gerade im Film- und Serienbetrieb und bringen einen satten sowie punchigen Bass mit, der sich auch mittels der App-Steuerung auch noch ein wenig regulieren lässt.
Die Abstimmung von Treiber auf die verbaute Endstufentechnik kann man als gelungen bezeichnen. Im reinen Stereo-Testaufbau kreierten diese eine solide Bühne mit plastischer und greifbarer Staffelung. Diese Bereiche können die Lautsprecher wirklich gut abbilden, das Gleiche gilt im Kern auch für den Tiefton, der sehr punchig und kräftig daherkommt. Bei dem ein oder anderen Song merkt man dann aber schon an, dass hier keine Präzisionsmonster zu Gange sind und recht schnell zu gewissen Übersteuerungen kommen kann. Eine Lösung wäre in diesem Fall, die Lautsprecher weiter weg von der Wand zu stellen – selbstredend nicht immer möglich –, wer aber kann, sollte dies ruhig machen.
In Summe liefern die DCB 61 genau das, was man von Lautsprechern dieses Genres und dieses Preisbereiches erwartet. Ein großes und potentes Klangvolumen, gepaart mit einer sehr präsenten Bühnenbildung, die aber im Zusammenspiel nicht so präzise und fein auflösend ist wie andere Produkte in dieser Größenordnung. Das muss es aber auch gar nicht sein, denn im Mix aus Preis, Feature-Set und Klang ergibt das ein sehr gutes Gesamtbild, das ist ganz klar.
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