Die nuZeo 3 ist klar als Kompaktlautsprecher konzipiert worden, darüber positionieren sich noch die etwas größeren nuZeo 4, die anstatt eines 8 Zoll, einen 6 Zoll messenden Tiefmitteltöner spendiert bekommen haben. Mit einem Paarpreis von 1900 Euro reihen sich die Lautsprecher in einem gut besiedelten Preisbereich ein, der auch von vielen anderen Herstellern mit aktiven Schallwandlern besetzt wird, aber gleichzeitig einen vergleichsweisen günstigen Einstieg in die nuZeo-Modellwelt darstellt.
Schicke Kontraste in der Front - dank schwarzer Membranen
Beim Farbkleid setzt man klassisch auf Schwarz und Weiß hochglänzend. Die zuletzt genannte Ausführung war auch im hiesigen Test das Fotomodell. Die designtechnische Umsetzung der schwäbischen Lautsprecher kann als exzellent bezeichnet werden. Das edle Antlitz mit einem Hochglanz-Finish steht perfekt und modern umgesetzt da. Man könnte sagen, einer der schönsten Lautsprecher, die Nubert je im Angebot hatte.
Das Gehäuse verjüngt sich nach hinten leicht, was eine gewisse Leichtigkeit im Auftritt der Schallwandler erzeugt und die Korpi dadurch auch weniger wuchtig wirken. Die wenigen, aber effektiven Rundungen unterstützten diesen Effekt zusätzlich. Im Kern erkennt man die Herkunft der Lautsprecher aber schon von weitem, was ausdrücklich als Lob zu werten ist. Richtig spannend wird es aber dann, wenn man sich auf die Details der einzelnen Chassis einlässt. Hier wurde einiges neu entwickelt und kommt dann auch erstmals in der nuZeo zum Einsatz.
Sockelbereich wird fest am Lautsprecher verschraubt
Gehen wir dazu die Front des Gehäuses einmal von oben nach unten durch. Den Anfang dabei macht der 26 mm messende Kalottenhochtöner, der sich hinter einer dezenten Gitterbespannung versteckt und ebenfalls eine von Grund auf neu entworfene Eigenkonstruktion darstellt. Wichtig hierbei: Bei allen Modellgrößen bleibt dieser in seiner Dimension unverändert. Hierbei habe man erstmals Kunstseide (Tetoron) verwendet, die im Gegensatz zur sonst üblichen Naturseide erheblich weniger Fertigungstoleranzen mit sich bringt. Am Chassis befindet sich zusätzlich noch eine angekoppelte bzw. bedämpfte Gehäuserückkammer, die eine Erweiterung des Hochtonbereiches zum unteren Übertragungsende hin erlaubt, damit eine tieffrequente Ankopplung des Hochtöners zum Mitteltöner mitbringt.
Klangschädigende Interferenzeffekte im Übernahmebereich will man dank steilflankiger Filterung der Übernahmebereiche wirkungsvoll reduziert haben. Phasentreue Filter mit Linkwitz-Riley-Charakteristik bewirken zusammen mit der tiefen Übernahmefrequenz eine deutliche Verbreiterung des Abstrahlverhaltens – sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Richtung. Die optimale Hörzone ist damit nicht nur auf einen einzigen Punkt im Raum („Sweet Spot“) beschränkt, sondern erstreckt sich über einen weiten Hörbereich. Soll heißen, dass der Hörer nicht immer im perfekten Winkel zum Lautsprecher sitzen muss, sondern seitlich gute Hörergebnisse präsentiert bekommen soll. Spoilerwarnung: Dieses Vorhaben ist vollends aufgegangen!
Die letzte Neukonstruktion im Bunde stellt der Tieftöner dar, der mit seinen 148 mm im Durchmesser auch die kleinste Ausführung innerhalb der nuZeo-Familie darstellt. Dank eines starken Magnetantriebs sowie einer aktiven, DSP-gesteuerten Linearisierung des Bassbereiches, möchte der Hersteller hier eine extrem hohe Präzision im Tieftonbereich vermitteln. Die Werksangabe des Frequenzbandes beträgt 44 Hz bis 22.000 Hz (-3 dB). Beim Material setzt man auch hier, wie schon einmal erwähnt, auf Carbonfaser. Die doppellagige Invers-Kalottenmembrane ist aus einem Stück gefertigt und ohne Staubschutzkalotte, dafür mit zusätzlicher Dämpfungsschicht aus transparentem Polymerkunststoff.
Ein weiterer Aspekt, der als Highlight gewertet werden kann, sind definitiv die Traversen, auf denen die kleinen nuZeo 3 thronen können. Hier wird jene Wertigkeit vermittelt, die für einen Lautsprecher dieser Güteklasse angemessen ist. Die massiven Elemente werden fest am Gehäuse verschraubt und ermöglichen es, sehr komfortabel, die Lautsprecher an den Untergrund anzupassen. Die Entkoppler unter den Spikes sitzen in dem Maße fest, dass sie nicht abfallen und es bei der Aufstellung sehr komfortabel von Statten gehen kann. Wer möchte, der kann die Unterlegscheiben natürlich auch weglassen. Ein oberhalb positionierter Drehmechanismus ermöglicht sehr bequem die Höhenverstellung.
Wie es sich für einen Aktivlautsprecher auch gehört, befindet sich rückseitig ein vielfältiges Anschlussfeld. Wer Modelle aus der aktuellen nuPro-Serie kennt, wie beispielsweise die XS-8500 RC, der wird hier gewisse optische Ähnlichkeiten feststellen. Die massiven Kühlfinnen sind u. a. für die vier verbauten Endstufen zuständig. Anschlussseitig bekommt der Anwender hier zwei digital Koaxial-Ports, einen XLR-Anschluss (AES-EBU-Eingang), einen Audio-Chinch-Port und einen digitalen Koaxial-Ausgang geboten. Für die Quellenauswahl hat man zudem einen Drehregler implementiert, der mittels Lichtindikatoren die verschiedenen Eingänge dann auch visuell unterscheiden lässt. An der Front ändert sich ja nach Eingangsquelle auch die LED-Farbe hinter dem Nubert-Logo. Eine Fernbedienung für die Steuerung wäre schon rein aus Komfortaspekten wünschenswert gewesen. Oberhalb befindet sich noch die Bassreflex-Öffnung – rückwärtig ausgeführt, versteht sich.
Direkter Vergleich: Nubert nuZeo 3 und nuZeo 11 (rechts)
Wer jetzt zum Beispiel eine potente Vorstufe wie einen Nubert nuControl X verwenden möchte, der kann die Lautsprecher auf zwei Wegen mit Musik erklingen lassen. Entweder ganz klassisch per XLR-Kabel, oder auf dem Funkweg mittels X-Connect-Technologie. Dies wäre dann auch der Weg, wenn man vorhat, einen Surround-Aufbau zu realisieren, oder nur einen Center-Speaker zum Verbund hinzuzufügen. Allerdings nicht mit besagter Vorstufe, sondern mit dem Nubert nuXinema preAV, der bekanntlich mehrkanal-tauglich ist. Wie sich das letztlich in der Praxis gibt, haben wir auf der nächsten Seite festgehalten.
Wer seine Lautsprecher noch einen optischen und ggf. auch klanglichen Kick verpassen möchte, der erwirbt die passenden Stative für 360 Euro (Paarpreis). In Kombinationen mit den weißen Ausführungen ergibt sich nicht nur ein sehr schicker Farbkontrast, sondern die Schallwandler werden noch einmal prominenter hervorgehoben.
Wichtige Details wie eine Stoffbespannung gegen Kratzer sind vorhanden
Auch eine Kabelführung wurde mit implementiert
Die Verarbeitung ist exzellent und tadellos ausgeführt. Nett und pfiffig zugleich ist die Nutzung von vorhandenen Features. So werden die beim Lautsprecher mitgelieferten Traversen, sofern schon einmal montiert, abgebaut und an den Stativen montiert. Im Klangtest ließ sich, sofern man nicht eigene Stative verwendet, eine gewisse klangliche Verbesserung feststellen, da die Chassis ganz einfach auf der perfekten Ohrhöhe positioniert sind.
Im direkten Vergleich mit einer nuZeo 11 wirken die nun aufgebockten „3er“ deutlich größer, erwachsener und präsenter im Raum positioniert. Je nachdem, wie man es persönlich mag (…) Auf der nächsten Seite geht es dann weiter mit dem Praxisteil bzw. dem Klangcheck.
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