Lautsprecher

Test: Braun Audio LE02

Praxis- und Klangcheck

Nicht nur in der Theorie hört sich die Einrichtung einfach an, auch in der Praxis ist das sehr simpel und schnell erledigt. Aber neben der Integration in die Google Home Plattform, welche mit dem richtigen Smartphone selbstständig erkannt und erledigt wird, liefert Braun Audio auch eine eigene App-Steuerung mit. Diese steuert den leistungsstarken DSP, welcher von einem 32-Bit ARM- Cortex-Prozessor unterstützt wird und neben dem Aufstellort und die Art der Aufstellung, auch eine Höhen- und Tiefen-Regelung mitbringt. Auch greift der DSP bei hohen Lautstärken ein und regelt den Tieftonanteil hörbar zurück, sodass der Lautsprecher bei niedrigen Lautstärken sehr kräftig unterwegs ist, aber bei hohen Pegeln nicht übersteuert bzw. ihm die Luft ausgeht. Das funktioniert in der Praxis auch sehr gut und so sind mit dem „kleinen“ LE02 beachtliche Pegel drin, sodass unser 32m² Hörraum schon ordentlich mit Musik geflutet wurde.

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Google Chromecast zusammen mit dem Braun Audio LE02

Mehr lässt sich über die APP aber nicht steuern, eine Netzwerk-Integration für die Wiedergabe bspw. von einer NAS oder dem Direktzugriff auf Streaming-Dienste wurde verzichtet. Dafür ist die Chromecast-Schnittstelle zusammen mit dem Sprachassistenten vorgesehen. So lässt sich auf Zuruf die Lieblingsplaylist abrufen, ein Online-Radiosender wiedergeben oder Nachrichten bzw. ein Hörbuch abspielen. Die integrierten Mikrofone hören Befehlen bzw. verstehen diese auch zuverlässig. Selbst bei lauteren Umgebungsgeräuschen ist die Sprachsteuerung kein Hindernis und macht die Bedienung zum Kinderspiel.


Dafür müssen die entsprechenden Anbieter, sofern diese unterstützt werden, in der Google Home App hinterlegt werden und schon kann das Abrufen von Titeln aus Streaming-Diensten losgehen. Der Anbieter TIDAL funktioniert leider nicht über Chromecast, hier funktioniert dann nur der „Umweg“ über die Bluetooth-Schnittstelle. Aber mit AirPlay 2, Chromecast und Bluetooth sind ein Großteil der Möglichkeiten abgedeckt. Auch eine Analogverbindung kann realisiert werden. Dass der LE02 einem zuhört, erkennt man an den vier weißen LEDs hinter der Stoffabdeckung, die eben nur dann sichtbar werden und sonst nicht weiter in Erscheinung treten. 

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bei Stummschaltung des Sprachassistenten werden auch die Mikrofone physisch getrennt

Klanglich ist der Braun Audio LE02 auch überraschend positiv aufgefallen. Nicht nur das er recht hohe Pegel gut verkraftet, er spielt sehr ausgewogen und überzeugt mit guter Dynamik und ansprechendem Detailgrad der einzelnen Musiktitel. So wird eine Christina Aguilera sehr fein, ein Gregory Porter sehr kraftvoll und ein James Hetfield sehr spaßig abgebildet. Ob seichte oder rockige Töne, der LE02 wirkt immer sehr souverän, bringt einen guten Tiefgang mit, aber zeichnet auch Details gut ab und garniert das mit einer stimmigen Räumlichkeit. Das habe ich bei so einem kompakten Schallwandler so nicht unbedingt erwartet.

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vier LEDs zeigen die Bereitschaft des Sprachassistenten das er einem zuhört

Wie schon erwähnt, bringt der LE02 viel Kraft im Bassbereich mit, nimmt sich aber bei hohen Lautstärken dann etwas zurück um eben nicht zu dominierend zu wirken bzw. zu übersteuern. Dabei bleibt das gesamte Klangbild aber sehr homogen und sortiert in seiner Abbildung, hat mir persönlich gut gefallen. Das macht den Lautsprecher zur sinnlichen, musikalischen Untermalung genauso brauchbar, wie beim Herrenabend und heftigen Gitarrenriffs mit ausuferndem Headbangen. Das hält das Einsatzgebiet flexibel. Auch bei der reinen Stimmenwiedergabe, wenn z. B. Hörbücher konsumiert oder die Nachrichten abgerufen werden, agiert der LE02 sehr deutlich in der Wiedergabe und bringt Volumen mit, wenn die Stimme es erfordert. Somit komme ich zum Fazit. 


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