Lautsprecher

Test: Denon Home 150 - klein, aber oho

 

Praxis- und Klangcheck

Die technische Ausstattung hatte ich auf der vorherigen Seite ja schon seziert, um das nochmal kurz zusammen zu fassen, es fehlt an nichts was man bei einem Wireless-Lautsprecher noch vermissen würde. Finde es persönlich auch gut, das Denon keine Sprachsteuerung à la Alexa oder Google direkt integriert hat. Auf Wunsch kann natürlich der Home 150 auch mit einem Echo oder Home angesprochen werden, dafür muss nur bei Alexa der HEOS Home Entertainment Skill heruntergeladen werden und der Nutzer kann mit der Serie kommunizieren, aber eben alles optional.

Denon Home 150 06k

Obwohl der Home 150 auch schon viel mitbringt, liegt das Hauptaugenmerk der Serie auf der HEOS-Plattform, die den Lautsprecher erst zu einem vollwertigen Multiroom-Mitglied oder Streaming-Lautsprecher macht. Hier findet man den Zugang zu den Streaming-Medien oder bekommt den Zugriff auf die abgelegten Audiodateien im Netzwerk, definiert die Lautsprecher entsprechend ihrer Räume etc.. HEOS ist eine mächtige Plattform mit allerhand Möglichkeiten und läuft auf meinem Smartphone (Huawei P30 pro) auch butterweich. So kann mittels der HEOS-App auf die Streaming-Dienste Spotify, Amazon Music, Deezer, Napster, Soundcloud, TIDAL und TuneIn zurückgegriffen werden. Mir persönlich fehlte Qobuz, da ich dort einen HiFi-Account besitze, hoffentlich schiebt Denon den per Update mal nach. Aber neben den ganzen Quellen, kann man auch den Lautsprecher recht umfangreich konfigurieren.

     

Neben einem Equalizer für die Höhen und Tiefen, kann auch die gewählte Aufstellung des Lautsprechers angegeben werden, je nach Einstellung passt sich die Soundkulisse dann dementsprechend auch an. Alle Einstellungen und Funktionsmöglichkeiten auszuführen würde jetzt hier den Rahmen sprengen, aber ich kann kurz festhalten: Bis auf dem Streaming-Dienst Qobuz hat mir persönlich nichts gefehlt und jede erdenkliche Funktion war vorhanden, sogar die blaue Status-LED in der Front des Lautsprechers lässt sich nicht nur einfach abschalten, sondern stufenlos dimmen.

Denon Home 150 07k

Bei der Klangwiedergabe war ich auch positiv angetan. Für seine Verhältnisse und das Volumen ist der Home 150 wirklich potent unterwegs und verfügt über ein gutes Verständnis in der Detailwiedergabe. Hier spiegelt sich der Vorteil von zwei einzelnen Treibern wieder, als der Einsatz von einem Vollbereichstreiber. Zusammen stellen beide Schallwandler ein harmonisches Klangbild zur Verfügung, das bei Diana Krall genauso Spaß macht, wie bei Metallica oder Beyonce. Saiteninstrumente oder rauchige weibliche Stimmen besitzen einen guten Detailgrad, das Timbre der Künstler ist klar hörbar und sprechen für den verbauten Hochtöner bzw. der klanglichen Abstimmung zwischen beiden Treibern. Auch bei hohen Pegeln verliert sich der Lautsprecher nicht in einem wilden gepumpe des Tieftöners, sondern agiert kontrolliert und kontert meinen Erwartungen mit einem recht punchigen Tiefton. Nach mittlerweile etlichen Multiroom-Lautsprechern stelle ich langsam fest, die Zeit der „Brüllwürfel“ ist einfach vorbei und selbst so ein kompakter Vertreter kann kultiviert die Lieblingsmusik rüberbringen, diesen Eindruck unterstreicht der Denon Home 150 nochmal eindrucksvoll. Somit komme ich zu meinem abschließenden Fazit.


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