Lautsprecher

Test: ELAC BS 312

 

Klangcheck

Um ein breites Feld der Zuspieler abzudecken, wurden die BS 312 einmal an unserer Referenz Endstufe Onkyo M-5000R, am Yamaha RX-A3080 AV-Receiver und dem Nubert nuConnect ampX betrieben. An allen Verstärkern fühlten sich die kompakten Kieler sehr wohl, überzeugten mit Dynamik und genauem Impulsverhalten. Das die BS 312 etwas Potentes in der Stromversorgung brauchen zeigte der direkte Vergleich zwischen Onkyo Endstufe und Nuberts Verstärker. An der M-5000R war Kontrolle und Timing gerade im Bassbereich einen Ticken präziser, nicht gravierend, aber hörbar (wahrscheinlich nur) im direkten Vergleich. Aber ein paar Titel sind dann doch hängen geblieben, auf die ich etwas mehr eingehen möchte.

Aber diesmal fang ich nicht ruhig an, mein Einstieg soll Till i collapse von Eminem darstellen. Der Track haut gleich so richtig um sich und zieht einen mit, ob Körperteile oder Kopfnicken, alles dabei. Dafür sorgen auch die BS 312, die gleich auf ganzer Linie zeigen aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Es überrascht mich und gleichzeitig feiere ich die Ambitionen im Bassbereich, der ernsthaft vorhanden ist und dass trotz dieser Gehäuseklasse. Das habe ich so überhaupt nicht erwartet. Aber auch die Stimmengewalt von Eminem geben die Schallwandler überzeugend an den Raum ab, der im Übrigen knapp 32m² groß ist, aber die Kieler Aluminiumakustiker überhaupt nicht juckt. Eher beeindrucken sie mit einer hohen Pegelfestigkeit und feuern aus allen Rohren. Die maximale mögliche Lautstärke, bis der Tiefmitteltöner anfängt zu verzerren, ist ordentlich. Aber wer ernsthaft über eine Beschallung von großen Räumen nachdenkt, sollte den BS 312 einen Subwoofer zu Seite stellen und den Bassbereich bei den Regallautsprecher etwas begrenzen, dann ist noch deutlich mehr drin.

Elac BS 312 10k
stabile Metallbedeckungen befinden sich im Lieferumfang

Mit der musikalischen Göttin Alicia Keys mach ich weiter, in meiner TIDAL Playlist befindet sich der Song Underdog, der wunderbar zur Entspannung beitragen kann. Gitarre, Klavier und die sinnliche Stimme sorgen dafür, dass ich die Hektik des ersten Tracks direkt vergessen habe und mich entspannt in den Sessel fläze. Großen Anteil daran hat die sehr klare und räumliche Darbietung der ELAC Lautsprecher. Die JET 5 sind im Zusammenspiel mit dem Aluminium-Membran-Tiefmitteltöner optimal aufeinander abgestimmt, sehr harmonisch im Mitteltonbereich unterwegs und beim Hochtonbereich zeigt sich wieder die Detailverliebtheit, die ELAC eben nur mit dem eigenen AMT erreicht, aber ohne überspitzt zu agieren. Man könnte den BS 312 stundenlang zuhören, ohne dass es irgendwie anstrengend wird, eher ist man immer wieder verdutzt, jedenfalls ging es mir so, wie dynamisch und harmonisch die zugespielte Musik dargeboten wurde.

Elac BS 312 11k
machen auch am Nubert nuConnect ampX eine gute Figur

Abschließend geht es mit Hans Zimmer noch in das Genre der Filmmusik. Inception ist nicht nur einer meiner Lieblingsfilme aufgrund des großartigen Storytelling, sondern auch der Score ist herausragend und trägt den Film perfekt. Das Stück Dream is collapsing fängt ruhig an, steigert sich immer weiter bis schlussendlich es in einem Showdown mündet. Mit den ELAC habe ich die perfekten Spielpartner für diese Art der Musik gefunden. Ein hochauflösendes, fein detailliertes, dynamisch kraftvolles und klasse strukturiertes Bühnenbild überzeugen mich vollends, so habe ich das nicht kommen sehen bzw. hören. ELAC ist es nicht nur gelungen einen schicken und technisch aufwendigen Lautsprecher zu bauen, sondern diesen auch mit einer audiophilen Substanz zu versorgen, die mich als Redakteur beeindruckt. Sicherlich ist der Lautsprecher in seiner Bauform etwas tiefer als die „üblichen“ Verdächtigen, aber trotzdem bleibt der Lautsprecher ein Winzling und beeindruckt mit einer so hohen Musikalität und Dynamik, die auch Gäste in unserem Hörraum beeindruckte bzw. die verdutzt zurückblieben. Mehr Worte bedarf es zu den klanglichen Qualitäten auch nicht und wir kommen zum abschließenden Fazit.


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