Damit ich auf einen großen Katalog von Musikstücken zurückgreifen konnte, kam mal der ELAC Music Server und dessen übersichtliche ROON-Plattform zum Einsatz. Dieser wurde mit der leistungsstarken Onkyo M-5000R Endstufe verbunden, der für die nötige Impulskraft sorgte. Dank der guten Abstrahlcharakteristik der BS 243.4 musste ich die Lautsprecher nur minimal einwinkeln bzw. exakt ausrichten und habe mich für knapp 40 Zentimeter Wandabstand entschieden. Da die kleinen einen minimalen Hang zum bassbetonten Auftritt haben, sollte man ihnen etwas Freiraum gewähren, denn sonst wird der Tieftonbereich etwas aufdringlich und ungenau. Einen Stopfen im Bassreflex-Port ist keine Option, da so die gesamte Klangqualität um Details und Auflösungsvermögen beschnitten wird. Aufgrund des durchschnittlichen Wirkungsgrades brauchen die ELAC einen potenten Verstärker, um richtig aufspielen zu können, unsere Onkyo Endstufe schien da der perfekte Partner.

Vaterschaftstest unnötig - Carina BS 243.4 auf der ausgewachsenen FS 247.4
Wie es sich für einen Gentleman gehört, fang ich erstmal langsam an und „fordere“ die Kompakten der Carina-Serie mit der unplugged Song Brick by Brick von Katy Perry. Hier geht es um die reine Detailwiedergabe, denn mehr als eine Akustikgitarre und die zarte Stimme der Künstlerin wird nicht geboten. Ich finde sowieso, dass diese Art der Musik die absolute Königsdisziplin darstellt und schnell Schwächen in der Stimme aufzeigt. Bei Frau Perry hat das bei mir genau das Gegenteil bewirkt. Erst mit dem Album hat sich mich so wirklich abgeholt bzw. war ich von ihr als Künstlerin, abseits des sonst üblichen Mainstream-Brei, überzeugt. Genauso überzeugend agieren auch die ELAC Schallwandler und es ist beeindruckend wie die „Kleinen“ aus so „wenig“ Musik, soviel Gefühl herauskitzeln und jede feine Nuance akzentuiert darstellen können. Die Akustikgitarre wird klar definiert in Szene gesetzt, besitzt eine fast greifbare Plastizität und zusammen mit der wunderbaren Stimme wird von den Lausprechern eine exzellente Vorstellung geboten.

ELAC Carina BS (FS) 243.4 in unserem optimierten Hörraum mit AIXFOAM-Absorbern
Mit funkigen Einlagen vom Künstler Prince bleibe ich erstmal bei „Schonkost“ und mit dem Erklingen des ersten Tons der E-Gitarre bin ich direkt im Purple Rain bzw. im Jahr 1984 angekommen. Was dem Zuhörer direkt klar wird: die ELAC Lautsprecher besitzen einen leichten Fetisch für die Detailwiedergabe. Es ist beachtlich wie fein diese zu Werke gehen und Details herausgearbeitet werden. Sodass ich in einem „Entspannungsmodus“ versetzt werde und die Schallwandler wie Medizin auf mich wirken, beruhigend. Aber trotz aller Raffinesse im Detailreichtum, auch der Tieftonbereich ist klar konturiert und sehr opulent in seiner Ausprägung. Ab und zu empfinde ich diesen leicht aufgedickt und er könnte sich etwas in Zurückhaltung üben. Für einen Regallautsprecher ist der Bassbereich erstaunlich, obwohl die kleinen Lautsprecher physisch wie optisch gar nicht so den Eindruck hinterlassen, fühlen sie sich auch in größeren Räumen wohl und überzeugen mit einem guten Volumen und guter Pegelfestigkeit.
Aber zu gemütlich sollen es sich die BS 243.4 auch nicht machen (...) Jack White mit High Ball Stepper ist daher bemüht den ELAC ordentlich einzuheizen. Der Einstieg ist noch gemächlich, elektronische Gitarrensounds bestimmen das Geschehen und wieder einmal sezieren die Schallwandler regelrecht das „Filet de la Musik“ und präsentieren die feinen Akzente standesgemäß detailreich. Ab der zweiten Minute ist dann Schluss mit dem Ausruhen, ich drehe den Lautstärkeregler in Richtung Anschlag und genieße das Spektakel in vollen Zügen. Auch hier ist es beeindruckend, wie „groß“ die Regallautsprecher sich anhören. Der Song bietet den Schallwandler die Möglichkeit mal richtig durchzuatmen und genau das machen die ELAC Sprösslinge auch. Dynamische Impulse füllen meinen Raum, voluminös und druckvoll wird Jack White mitsamt seiner genialen E-Gitarre in meinen Raum transportiert und das Spektakel mündet in einer überraschenden Darbietung, im positiven Sinne versteht sich!
Nach meiner mehrtägigen Dauerberieselung durch die verschiedenen Musikepochen und Genres, kann ich nur zu einem Ergebnis kommen: Die ELAC BS 243.4 sehen nicht nur schick aus und sind wertig verarbeitet, die klingen auch so gut wie sie aussehen. In jeder Lage, bei jeder Lautstärke, ob aufwendige Orchesterstücke, leise Balladen oder dynamische Rock- bzw. elektronische Musik, zeigten sich die kompakten Vertreter von ihrer besten Seite. Dabei ist vor allem der Detailreichtum hängen geblieben, der überhaupt nicht nervt, eher besitzen die ELAC die Fähigkeit diesen harmonierend miteinander zu verknüpfen und in einem sehr stimmigen Klangbild zu präsentieren. Aber auch der Bassbereich ist überraschend druckvoll und knackig in der Abstimmung, wenn auch manchmal leicht drüber. Es entsteht etwas der Eindruck, ELAC wollte technisch mehr Tiefgang aus den kleinen „quetschen“, als es vom Volumen möglich gewesen wäre. Aber das ist nur mein subjektives Empfinden und Meckern auf hohen Niveau. Mich persönlich haben die ELAC BS 243.4 abgeholt und gehören zu meinen Lieblingsprobanden, die ich jemals in meinem Hörraum begrüßen durfte. Damit möchte ich meine Begeisterung in einem abschließenden Fazit formulieren.
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