Die Frage welche man sich stellen sollte ist wohl u.a. die, was man an so einen kleinen Lautsprecher für Erwartungshaltungen haben darf. Denn wie doch sicherlich die meisten wissen, ist Hubraum durch nichts zu ersetzen, außer (…) Starten wir einmal beim Preispunkt: 99,- EUR erscheinen im ersten Moment doch schon recht viel zu sein, wenn man bedenkt was wir alles für portable Lautsprecher im Test hatten, die teils deutlich weniger gekostet haben, aber wesentlich mehr Volumen mitbrachten. Ein aktuelles Beispiel ist aus meiner persönlichen Sicht der Teufel ROCKSTER Go. Der aktuelle „Normalpreis“ wurde zuletzt immer um die 120-130 EUR geführt, innerhalb der letzten Wochen war er aber immer wieder für 99 EUR zu haben. Vergleichen kann man beide Modelle nicht wirklich miteinander, es geht aber mal rein um die preisliche Ausrichtung bei diesem Aspekt. Dreht man das Ganze dann wieder in Richtung der Maße und Ausrichtung, spielt der Kollege in einer anderen Liga wo sich ein JBL Clip 3, Bose Soundlink Micro und evtl. auch noch ein JBL Go 2 tummeln.
Aber lassen wir das mal so stehen und widmen uns der klanglichen Einordnung. Wie schon auf dem Bild zu sehen, standen einige Modelle zur Auswahl um die akustischen Leistung des BOOMSTER Go einordnen zu können. Ich könnte jetzt an dieser Stelle auch ewige Umschreibungen des Leistungsvermögen bringen, möchte mir das aber ehrlich gesagt lieber kneifen und aufs wesentliche beschränken. Was zeichnet den neuesten Teufel Lautsprecher nun aus?
Er kann Pegel – und das nicht zu wenig. Selbstredend wenn man schon in den technischen Daten den maximal möglichen Pegel angibt. Die Stimmenwiedergabe des 50mm Breitbandtönes wird glasklar dargeboten, nichts „dumpfes“ oder verzerrtes finden sich dort wieder, um mal im Slang zu bleiben, alles bleibt real! Jetzt aber zur essentiellen Frage des Tiefgangs. Kann ein Gehäuse mit den Abmessungen dreier gestapelter Schokoladen diesen erzeugen? Ja (…) aber! Denn wenn du den BOOMSTER Go ins Regal stellen möchtest und eine Anregung in der Magengegend erwartest, muss ich dich leider enttäuschen, denn dies wird nicht stattfinden. Wenn man den Go aber bspw. in geselliger Runde auf einen Tisch oder ihm Rahmen solcher Gelegenheit im Off spielen lässt, weiß er sehr wohl zu überzeugen und gibt einen gewissen Bass mit auf den Weg. Wagt man einen direkten Vergleich z. B. mit dem Wonderboom 2 geht der Ultimate Ears ganz klar als Gewinner hervor. Preislich, klanglich und auch beim Bass. Ja sicherlich, nicht ganz ein physischer Größenvergleich auf Augenhöhe, aber der Wonderboom wird für knapp 60€ über die Ladentheke geschoben und nicht für 99 EUR, wie es beim BOOMSTER Go der Fall ist. Steht man vor der Wahl ROCKSTER Go oder BOOMSTER Go, würde ich persönlich immer zum größeren Modell greifen, auch wenn dadurch die kompakten Maße eingebüßt werden. Der klangliche Vorteil ist einfach zu groß.
Um es nochmal kürzer zusammenzufassen: Der BOOMSTER Go bietet einen sehr gute, detailreiche Stimmenwiedergabe mit passenden Bassansätzen bei entsprechenden Musikstücken. Für unterwegs der vermeintlich ideale Begleiter, der zudem auch optisch zu überzeugen weiß. Kommen wir auf der nächsten Seite zum abschließenden Fazit.
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