Mit der aktiven Lautsprecherserie „The Ones“ hat Genelec seine langjährige Erfahrung aus dem professionellen Studiobereich in den HiFi- und Heimkinomarkt gebracht und bietet seit einiger Zeit etliche Lautsprecher-Modelle an. Auf der High End 2026 standen dabei weniger Produktneuheiten im Fokus, sondern vielmehr die technischen Besonderheiten der Serie sowie neue Möglichkeiten zur optischen Individualisierung.
Genelec gehört seit Jahrzehnten zu den etablierten Namen im Studiobereich. Zahlreiche Produktionen werden weltweit auf Lautsprechern des finnischen Herstellers gemischt und gemastert. Mit der „The Ones“-Serie verfolgt das Unternehmen bereits seit einiger Zeit den Ansatz, diese Technik auch für den heimischen Einsatz verfügbar zu machen.
Genelec 8341 - verfügbar in zahlreichen Farben
Im Mittelpunkt des Messeauftritts stand unter anderem die erweiterte Gestaltungsfreiheit. Die Modelle der Serie werden künftig in bis zu 120 unterschiedlichen Farbvarianten angeboten. Damit reagiert Genelec auf den Trend, Audiokomponenten stärker in moderne Wohn- und Medienumgebungen zu integrieren.
Technisch setzt die Serie weiterhin auf den bekannten koaxialen Aufbau. Das Modell 8341 – eines von insgesamt vier Lautsprechern der Baureihe – kombiniert Hoch- und Mitteltöner auf einer gemeinsamen akustischen Achse. Zwei verdeckt integrierte Tieftöner übernehmen den Bassbereich. Diese Konstruktion sorgt für ein gleichmäßiges Abstrahlverhalten und einen vergleichsweise breiten Sweetspot. Auch außerhalb der idealen Hörposition sollen Klangveränderungen möglichst gering ausfallen.
Gleichzeitig ermöglicht die kompakte Bauweise sehr kurze Hörabstände, wodurch sich die Lautsprecher nicht nur für klassische Stereo-Setups, sondern ebenso für Desktop-Anwendungen oder Gaming-Umgebungen eignen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Genelec-Konzepts ist die integrierte DSP-Technologie. Über die hauseigene GLM-Software (Genelec Loudspeaker Manager) lassen sich sämtliche Lautsprecher einmessen und an die akustischen Gegebenheiten des jeweiligen Raums anpassen. Mithilfe eines kalibrierten Messmikrofons analysiert das System den Frequenzgang am Hörplatz und erstellt entsprechende Korrekturfilter. Ziel ist eine möglichst neutrale Wiedergabe unabhängig von den Eigenschaften des Raums.
Die Software unterstützt dabei nicht nur klassische Stereo-Konfigurationen. Auch umfangreiche Mehrkanal-Installationen mit bis zu 80 Lautsprechern lassen sich verwalten und aufeinander abstimmen. Damit richtet sich das System ebenso an ambitionierte Heimkino-Anwender mit Dolby-Atmos- oder Auro-3D-Setups.
Koaxial-Membran der Genelec 8351
Für die Kommunikation mit den Lautsprechern bietet Genelec das sogenannte GLM Kit an. Über eine USB-Verbindung zum Computer sowie eine separate Netzwerkverbindung werden die einzelnen Lautsprecher verwaltet. Die Netzwerkanschlüsse dienen dabei ausschließlich der Steuerung und nicht der Audioübertragung. Optional steht mit dem Genelec Reference Controller eine erweiterte Lösung zur Verfügung. Diese ergänzt zusätzliche Bedienelemente sowie digitale und analoge Schnittstellen und kann gleichzeitig als USB-Audiointerface genutzt werden.
Genelec GLM Kit inkl. Mikrofon
Auch bei der Produktion bleibt Genelec seinem bisherigen Konzept treu. Treiber, Elektronik und DSP-Komponenten entstehen vollständig in Finnland und werden dort von Hand montiert. Die Aluminiumgehäuse bestehen zudem zu 97 Prozent aus recyceltem Material.
Anschlussfeld der Lautsprecher
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