Die DALI Kore ist unbestritten ein Lautsprecher der absoluten Oberklasse und vermutlich auch nur für einen geringen Kundenkreis geschaffen worden. Nichtsdestotrotz ist die Art und Weise, sowie auch der Aufwand, mit dem dieses Produkt hergestellt wird sehr beachtlich und dient u.a. auch als Technologieträger für kommende Generationen. Wir haben einen ausführlichen Einblick in die Produktion der KORE sowie der generellen Abläufe bei DALI in Nørager erhalten und ausführlich dokumentiert.
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Mit den Worten "Is an old Dream" läutete der CEO von DALI Lars Worre die Presseveranstaltung auf der High End 2022 in München ein, um etwas Großes vorzustellen. Den DALI KORE Lautsprecher. Von den Dänen ist man ja schon einiges gewohnt und in den letzten Jahren waren sie immer für eine Überraschung gut, aber mit dem KORE-Lautsprecher haben sie sich jetzt selbst einen Lebens- bzw. Firmentraum verwirklicht. Große und komplexe Lautsprecher sind in der High-End-Branche nun wahrlich nichts Ungewöhnliches. Leider erhält man aber recht selten einen detaillierten Einblick in die Abläufe, die dazugehören, eben jenes Produkt bis zum Endstadium zu fertigen. Eben jene detaillierten Einblicke konnten wir in Dänemark bei DALI direkt vor Ort erhaschen. Viel Spaß mit dem nachfolgenden Videobeitrag.
Angefangen von der reinen Gehäuseherstellung beim Möbelspezialisten (wie im Video dargestellt), bis hin zum nächsten Verarbeitungsschritt, der Zeitaufwand für die erste Phase ist bereits enorm. So dauert die Grundform des Gehäuserohlings mehrere Tage bis dieser dann auf der 5-achsigen CNC-Fräse landet und dort weiterbearbeitet wird. Jene Fräse wurde laut DALI extra für diesen Fertigungsprozess angeschafft und bietet zahlreiche Möglichkeiten.
Hier verweisen wir nochmal auf das Video, in dem wir zahlreiche Detaileinblicke dazu erhaschen konnten. Für ein Kore-Gehäuse benötigt die Fräse circa 17 Minuten, bis der erste „Schliff“ drin ist. DALI verwendet hier u.a. eine neue Art von Lack, sodass man das Gehäuse innerhalb von einer Woche weiterverarbeiten kann und somit auch eine sehr große Zeitersparnis einhergeht.
Die nächsten Arbeitsschritte ziehen ebenfalls sehr viel Aufmerksamkeit und Besonnenheit auf sich. Auf einer sogenannten Trägerplatte, die fest im Grundgehäuse verklebt wird, wird dann im weiteren Verlauf die komplette Chassis-Technik verbaut. Der dann am Ende 1,67 m große und 140 Kilogramm schwere Lautsprecher ist auch nicht mehr mit Händen bewegbar, sondern wird von speziell angeschafften Lasthubgeräten (mit Saugnäpfen) bewegt, sodass man an jeden wichtigen Montagebereich gelangen kann. Bevor es aber zu diesen Schritten kommt, wird aufwändig per Hand das Gehäuse aufgearbeitet und geschliffen. Künftig wird hier sogar ein Roboter unterstützen und diesen Prozess mit übernehmen.
Ohne jetzt alle Detailbereiche einzeln zerpflücken zu wollen, aber so gut wie alle Einzelteile produziert der Hersteller selbst und montiert diese dann im Gehäuse. Das beginnt damit, dass die Chassis, die in Dänemark vollständig montiert und magnetisiert werden, bis hin zu den Frequenzweichen, die je nach Lautsprecher, natürlich kleiner oder größer ausfallen können. Im Falle der Kore wird diese u.a. im massiven „Beton-Komponenten-Sockel“ verbaut und benötigt auch den Platz, den dieser bereithält. Die jeweiligen Arbeitsschritte haben wir im Video mehrfach beleuchtet, können aber selbst da nicht genau das wiedergeben, wie es in der Praxis wirklich umgesetzt wird. Die Fülle dessen ist wirklich als enorm und komplex einzustufen.
Erste Grundversion des Gehäuses, noch nicht final - sowie massiver Sockel mit Betongemisch
Frequenzweiche, Bassreflexleitungen sowie weitere Einzelkomponenten
DALI Kore Prototypen mit Messinstrumenten
Wir hoffen einen guten Eindruck vom gesamten Ablauf geben zu konnten und sind natürlich auch ein kleines Stück von den Produktionsmöglichkeiten angetan, die in Summe betrachtet, zu den ganz wenigen in ganz Europa zählen. Hier kann man auch wieder ein klein wenig Politik mit einfließen lassen und sagen, dass es sicher nicht schlecht ist, wieder zu seinen Produktionswurzeln zurückzukehren.
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