In den letzten Tagen ging ja konkrete Gerüchte herum, dass Sound United, also die Muttergesellschaft u.a. von Marantz und Denon, Bowers & Wilkins übernehmen möchte. Inzwischen wurde alles bestätigt und es liegen offizielle Statements beider Parteien vor, die wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen.

Falls es noch nicht vollständig bekannt sein sollte, neben den eingangs erwähnten Marantz und Denon, gehören u.a. auch noch die Marken Polk Audio, Definitive Technologies, Classé und Boston Acoustics zum Marken-Portfolio von Sound United LLC. Nun habe man in einer vorläufigen Absichtserklärung bekanntgegeben, Bowers & Wilkins "übernehmen" zu wollen. Deren eigenes Lautsprecher-Angebot bedarf es wohl nicht weiter vorzustellen… Selbst im TV-Bereich ist man seit knapp zwei Jahren mit Philips (TP Vision) eine Liaison eingegangen, und bietet dafür Klanglösungen (Soundbars an), wie beispielsweise im Philips OLED 934.
„Der CEO von Sound United, Kevin Duffy selbst sagt dazu folgendes: Im Laufe von fünf Jahrzehnten hat Bowers & Wilkins eine der angesehensten Marken auf dem globalen Lautsprechermarkt aufgebaut, mit branchenführender akustischer Technik, ikonischem Design und Marketing", so Kevin Duffy, CEO von Sound United. B&W ist eine transformative Marke und wir freuen uns auf die Möglichkeit, die Übernahme zum Abschluss zu bringen. Dies spiegelt den unumstößlichen Fokus von Sound United auf seine Mission wider, der Welt mit Audioerlebnissen Freude zu bereiten".
Laut eigener Pressemitteilung unterliegt das Ganze noch „laufenden Abstimmungen, einer bestätigenden Prüfung, behördlichen Genehmigungen und anderen erforderlichen Zustimmungen.“ Zu gegebener Zeit wird man über weitere Aktualisierungen informieren. Heißt im Grunde genommen nichts anderes, dass u.a. das Kartellamt im Spiel ist, man über Gelder und andere Handelszweige spricht. An dieser Stelle erinnern wir uns gern noch einmal an das ähnliche Vorgehen im letzten hinsichtlich Onkyo und Pioneer – hier kam eine Übernahme (auch) nicht zustande.
Wie im Grunde genommen von uns als Redaktion schon interpretiert, sei man aktuell dabei die Möglichkeiten und Bedingen abzuschätzen. Offiziell heißt es seitens Geoff Edwards, CEO von Bowers & Wilkins:
Bowers & Wilkins hat sich mit Sound United LLC zusammengetan, um die Möglichkeiten für eine Fusion der beiden Unternehmen zu untersuchen. Die Konsultationen zwischen Bowers & Wilkins und Sound United befinden sich in einem frühen Stadium, um unsere Premium-Marken zu einer neuen Einheit zu konsolidieren, die den Endverbrauchern noch bessere Angebote bietet.
Wenn diese Beratung erfolgreich ist, könnte die Verschmelzung des Engineering- und Fertigungs-Know-hows von Bowers & Wilkins im Premium-Segment mit der Größe der Ressourcen und Fähigkeiten von Sound United ein transformativer Schritt für beide Marken sein. Dies würde dem Bowers & Wilkins-Team die Möglichkeit geben, sich noch mehr auf das zu konzentrieren, was wir am besten können - die besten Redner der Branche zu machen.
Fakt ist folgendes, sollten sich beide Unternehmen für dieses Vorgehen entscheiden, würde Sound United alle weltweiten Vertriebs- und Lizenzvereinbarungen von Drittanbietern erwerben, einschließlich der Premium-Audioprodukte von Bowers & Wilkins, die derzeit verkauft werden. Um dabei nur mal ein paar Keyfacts in den Raum zu werfen: Automotive, Klanglösungen an TV-Geräten etc. Ich persönlich glaube die Wahrscheinlichkeit liegt bei 50/50, erscheinen einerseits die beiderseitigen Vorteile deutlich größer zu sein als bei der 2019 geplanten Übernahme von Onkyo / Pioneer. Ebenso aber auch das Gegenteil (…)
Was an dieser Stelle aber ein wenig irritierend wirkt ist der Umstand, dass die ursprüngliche Aussage / Stellungnahme seitens Sound United nur einseitig formuliert war und man die entscheidenden Gremien bei Bowers & Wilkins wohl nicht mit einbezog. In einigen weiteren internationalen Aussagen wird auch davon gesprochen, dass B&W die Haltung einer Übernahme durch eine andere, eher in die Richtung des „Gespräche miteinander“ lenken wollte. Letztlich deutet vieles darauf hin, dass das Konsortium von Sound United LLC händeringend nach einer Vergrößerung des eigenen Angebots sucht, aber Ur-Britische Audio-Unternehmen nicht von einem Verkauf spricht, sondern eher einer Fusion. Wir werden sehen wie es weiter geht in diesem Bereich (…)
Quellen: Sound United, Bowers & Wilkins
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