Eddie Brock bekommt es zum zweiten Mal mit einem fiesen Wicht und seinem inneren Symbionten zu tun... er wird von Detective Mulligan kontaktiert. Mulligan hätte gerne, dass Brock den Serienkiller Kasady interviewt, da dieser jede Aussage verweigert – es sei denn, Eddie würde mit ihm sprechen.
Eddie Brock, der nach wie vor als Journalist tätig ist und sich mit seinem Symbionten Venom herumschlägt, wird von Detective Mulligan kontaktiert. Mulligan hätte gerne, dass Brock den Serienkiller Kasady interviewt, da dieser jede Aussage verweigert – es sei denn, Eddie würde mit ihm sprechen. Brock tut wie geheißen und nach dem Gespräch vermutet Venom korrekterweise, wo Kasady die Leichen seiner Taten versteckt hat.

Während Brock auf diese Weise zu einigem Ruhm gelangt, soll Kasady kurz darauf exekutiert werden. Doch nicht, ohne vorher noch mal mit Eddie sprechen zu wollen. Während dieses Gesprächs beißt Cletus Eddie in die Hand und nimmt dabei Anteile des Symbionten in sich auf. Kein Wunder, dass er daraufhin während der Hinrichtung zum Monster mutiert und sich den Weg aus dem Gefängnis wütet. Der Einzige, der Carnage, wie sich das rote Monster nennt, nun noch stoppen kann, wäre Venom. Doch der hat Eddies Körper nach einer Meinungsverschiedenheit verlassen und ist unauffindbar …

Als Venom, der Vorgänger von Let There Be Carnage 2019 in den Kinos anlief, hatte Sony Pictures bereits geplant, dem Film ein Sequel zu gönnen, um Sonys Spider-Man Universe voranzutreiben (das Auftauchen von Woody Harrelson in der Post-Credit-Szene trieb die Spekulationen auch früh in die Höhe). Zwar handelte man mit Marvel einen neuen Deal aus, damit der aktuelle No Way Home erneut innerhalb des MCU verortet werden konnte, doch Sony bastelt derweil an weiteren Superheldenfilmen, die sich um Widersacher von Spidey drehen.

Morbius (mit Jared Leto als blutdürstigem Wissenschaftler) und Kraven the Hunter stehen hier in den Startlöchern. Ein bisschen überrascht war man allerdings schon, dass der von Tom Hardy gespielte Mensch/Symbiont-Film weltweit rund 860 Mio. Dollar einspielte, was die Lust auf eine Fortsetzung natürlich zusätzlich schürte. Immerhin war es schon ein Spaß, dem lustvoll agierenden Hardy dabei zuzuschauen, wie er sich mit seinem dunkelschwarzen “Schmarotzer” zankte und kloppte.

Was man dem Vorgänger seinerzeit allerdings von Seiten der Fans vorwarf, war eine zu zahme Herangehensweise. Immerhin hatte man im Vorfeld durchaus von einer etwas härteren Herangehensweise gesprochen, um die Radikalität des Symbionten darzustellen. Und das hätte durchaus funktionieren können – immerhin zeigten die beiden Deadpool-Streifen, dass auch R-Rated-Filme finanziell erfolgreich sein konnten. Leider entschloss man sich zugunsten einer Verknüpfung mit dem familienfreundlicheren Spider-Man-Universum für eine sanftere und weniger blutige Gangart. Und das stieß einigen Fans durchaus sauer auf. Es sei vorweg genommen: Venom: Let There Be Carnage wird diese enttäuschten Fans nicht zurückholen. Denn auch das Sequel ist (trotz deutscher FSK-16-Freigabe der Film selbst ist FSK-12) relativ blutarm und hätte mehr Düsternis und Gewalt durchaus vertragen können.

Geblieben ist die fiebrige Performance von Tom Hardy, der erneut mit seinem Symbionten zu kämpfen hat und immer wieder mit ihm in den Infight geht. Solche Szenen sind nach wie vor das Salz in der Suppe des Films und lassen darüber hinwegsehen, dass auch der neue Regisseur Andy Serkis (Gollum aus Herr der Ringe) die Gewaltschraube locker ließ. Was viele der Fortsetzung zudem ankreiden, ist seine kurze Laufzeit. Das wiederum kann aber auch ein Segen sein. Denn man muss nicht zwingend immer 150 Minuten Superhelden-Hin-und-Her präsentiert bekommen, um sich unterhalten zu fühlen. Und so viel mehr Charakterentwicklung hat ein Shang-Chi auch nicht zu bieten, wenn man es mit Venom: Let There Be Carnage vergleicht. Entsprechend straff geht’s hier zu und man kann sich voll und ganz auf die Darstellerleistung von Hardy und vor allem Harrelson konzentrieren. Der Cletus-Darsteller erinnert hier nicht selten an die Darbietung einer Figur, die er vor gut 27 Jahren mal ausfüllte: Mickey Knox. In Verbindung mit dem ziemlich gigantischen Symbiont wird Cletus aka Carnage zum roten Hulk. Und daran hat Harrelson eine Menge Spaß.


Weniger Spaß machen (erneut) Venoms Beziehungsratschläge. Die nerven schon nach dem ersten Treffen mit Anne, wenn der Symbiont mit sanft-gutmütiger Stimme auf Hobby-Psychologe macht. Gemeinsam mit den grenzwertig albernen Szenen während der unvermeidbaren Jagd auf Hühner darf man schon mal das Gefühl bekommen, die Macher hätte die Figur der Lächerlichkeit preisgegeben. Und weil hier eben nicht mit etwas gelöster Gewalt-Handbremse gekontert wird, erscheint das Geschehen bisweilen tonal nicht wirklich passend. Die “Zugabe” in Person von Frances Barrison aka Shriek ist zudem völlig verschenkt und von Naomie Harris auch noch eher nervtötend dargestellt. Und obendrauf hätte der Film gerade in der ersten Hälfte noch ein/zwei Actionszenen vertragen, damit er nicht so arg aufs (erstaunlich kurze) Finale konzentriert erscheint. Denn obwohl die geringe Laufzeit ein paar Längen vermeidet (was gut ist), fehlt dann doch ein wenig Unterhaltungswert in den ersten 45 Minuten.

Im Gegensatz zum ersten Teil funktionieren glücklicherweise die CGIs deutlich besser, was die Fights zwischen den beiden Symbionten zum Highlight werden lässt, von dem man (wie gesagt) gerne deutlich mehr gesehen hätte. Ausnahme hier: Die wenig geglückte Integration von Harrelsons Gesicht in Carnages Schulter während des Showdowns.
Venom – Let There Be Carnage vermeidet nicht die Fehler des ersten Teils, sondern begeht ähnlich und fügt noch ein paar hinzu. Sieht man über ein paar grenzwertig alberne Szenen hinweg und konzentriert sich auf Harrelsons lustvolle Darbietung sowie die wirklich gelungenen Auftritte der Symbionten, kann man dennoch kurzweiligen Spaß haben.
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