Mickey Kelley ist ein netter Kerl. Einer von den Guten. Einer, der ohne Fragen zu stellen, anderen hilft und dafür auch mal seine Geschicklichkeit einsetzt. Denn Mikey ist Meister im Brazilian Jiu-Jitsu. Allerdings nutzt er seine Fähigkeiten...

Mickey Kelley ist ein netter Kerl. Einer von den Guten. Einer, der ohne Fragen zu stellen, anderen hilft und dafür auch mal seine Geschicklichkeit einsetzt. Denn Mikey ist Meister im Brazilian Jiu-Jitsu. Allerdings nutzt er seine Fähigkeiten stets nur im Ring oder zur Verteidigung. Und selbst in letzterem Fall zieht er es vor, seine Kontrahenten nicht durch übermäßige Gewaltanwendung außer Gefecht zu setzen. Als er auf einer Asienreise die attraktive Layla kennenlernt, scheint sich sein Leben noch einmal neu auszurichten. Über ein paar Umwege kommen die beiden zusammen und gründen eine Familie. Doch das Geld ist knapp. Und Mickeys Job in einem Gym reicht nicht wirklich aus. Als Türsteher verdient er sich noch ein paar Kröten nebenbei. Eines Tages bietet sich ihm über diesen Nebenjob die Möglichkeit, an einem größeren MMA-Turnier in Dubai teilzunehmen.

Mickey dringt ins Finale vor, wird dort vom aufstrebenden Marco Blaine aber vernichtend geschlagen. Auf einem Auge fast blind, zieht sich Mickey aus dem Sport zurück. Aber auch danach arbeitet er als Türsteher, damit zusätzlich Geld fließt und man dem gemeinsamen Sohn eine gute Schule bieten kann. Natürlich gefällt Layla das überhaupt nicht. Denn immerhin ist er beständig in Gefahr, sein Augenlicht komplett zu verlieren. Jahre später entdeckt einer von Mickeys Schülern den unfairen Kampf gegen Blaine und postet das als Video in das noch junge Internet. Die Story kocht hoch und Blaines Manager Mason muss einsehen, dass es eine Revanche geben muss, um den Ruf seines Schützlings nicht dauerhaft zu riskieren. Doch was wird Layla dazu sagen, wenn Mickey alles riskiert ..?
Sean Patrick Flannery war nie die große Filmkarriere vergönnt. Als Co-Star von Norman Reedus agierte er in Der blutige Pfad Gottes, seiner bekanntesten Filmrolle. Gleichzeitig spielte er Mitte der 90er den jungen Indiana Jones in der gleichnamigen TV-Serie. Im neuen Jahrtausend reichte es aber oft nur zu kleineren Nebenrollen oder der Partizipation in B-Movies. Was nur wenige wissen: Flannery ist Schwarzgurtträger im Brazilian Jiu-Jitsu. Und wenn der MMA-Sport in den USA schon früher aufgetaucht wäre, hätte Flannery wohl eine Profisportlerkarriere verfolgt (Quelle). Wie wir wissen: Es kam anders. Aber wenn man schon im Filmbusiness ist, warum dann nicht einen Film auf den Weg bringen, der sich des Themas annimmt – mithin als das Hobby mit dem Job zu vereinen? Gesagt, getan. Flannery entwickelte das Drehbuch als Koautor und herausgekommen ist mit Born a Champion ein Film, der als zweistündige Liebeserklärung an den Brazilian Jiu-Jitsu gelten darf.

Jetzt ist das aber so eine Sache mit Kampfsportfilmen: Sie wandeln irgendwo zwischen brutalem Cagefight-B-Movie im Stile sämtlicher Jean-Claude-van-Damme-Klone oder bedienen ein Arthaus-Publikum wie bei The Fighter oder The Wrestler. Nur selten schafft es mal einer, die Brücke zwischen beiden Zielgruppen zu schlagen und – wie bspw. Rocky – Kritiker UND Actionfilmfan zu begeistern. Erstaunlich genug, wenn in diesem dynamischen Spannungsumfeld noch mal etwas frischer Wind durch den Ring weht – und das passiert bei Born a Champion. Schon der Anfang, in dem die Rahmengeschichte in den Film einleitet, gerät ungewöhnlich, wenn man Mickey als zwar wehrhaften, aber umsichtigen Kämpfer porträtiert. Springt die Story dann in der Zeit zurück, um seine Geschichte zu erzählen, erfahren wir ihn außerdem als sanftmütigen und keineswegs machohaften Mann mit romantischer Ader. Und bevor es in irgendeiner Form in puncto Martial-Arts zur Sache geht, ist man als Zuschauer ganz schön gerührt, weil die Lovestory hervorragend funktioniert.Vielleicht auch deshalb, weil der Film von Mickeys bestem Freund erzählt wird. Dieser sitzt einer Journalistin gegenüber und erzählt ihr (und damit uns) die Lebensgeschichte seines Kumpels.

Born a Champion schlägt dabei unüblich versöhnliche und warmherzige Töne an – zumindest, wenn man es im Vergleich zu anderen Kampfkunstfilmen betrachtet. Hier kommt ganz offensichtlich zum Tragen, dass Flannery sich vielmehr an oben besagtem Rocky orientiert, denn an den vordergründigen Haudrauf-Actionern. Und als Titelfigur ist er nicht nur deshalb authentisch, weil er (selbstredend) seine Fights ohne Netz, doppelten Boden und Stuntdoubles absolviert hat.

Nein, auch seine Einstellung zur gesamten Thematik und zum Respekt der Kämpfer dem Gegner gegenüber wird sehr deutlich. Vor jedem Kampf wird der Sportsgeist beschworen, um sich sehr bewusst von unsportlichem Verhalten zu distanzieren. Dass das Drehbuch dabei ein oder zwei melodramatische Haken zu viel schlägt, kann man kritisieren, weil es die Geschichte emotional unnötig aufputscht, wo ohnehin schon viel Gefühl integriert ist. Aber so richtig krumm nehmen will man es Flannery dann auch wieder nicht. Ein netter Running Gag, mit dem der Film darstellt, dass sich Mickey und Layla nie länger als ein paar Stunden Zwietracht und Streit gönnen, kontert solche Mankos mit viel Charme.
Born a Champion ist kein Haudrauf-Handkanten-MMA-Film aus der B-Movie-Retorte. Vielmehr orientiert er sich an einem Rocky-Publikum und präsentiert einen fürs Alter verblüffend fitten Hauptdarsteller. Flannery ist auch der Grund dafür, dass Nicht-(zwingend)-Fans von Kampfkunstfilmen hier einen Blick riskieren dürfen. Denn die Kämpfe sind oft effizient und nicht aufs pure Drama aus. Viel rohe Gewalt gibt’s hier also nicht zu sehen. Und da die Story auch noch berührt, geht das durchaus in Ordnung.
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