Das Jahr 2524: Die Menschheit ist zwar mittlerweile in der Lage, den Kosmos zu kolonialisieren, doch das hält sie immer noch nicht davon ab, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Nun sind es eben „neue Welten“, die sich im Streit gegen andere Kolonien behaupten wollen. Im Zuge dessen vernichtete James Ford...
Das Jahr 2524: Die Menschheit ist zwar mittlerweile in der Lage, den Kosmos zu kolonialisieren, doch das hält sie immer noch nicht davon ab, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Nun sind es eben „neue Welten“, die sich im Streit gegen andere Kolonien behaupten wollen. Im Zuge dessen vernichtete James Ford (bekannt als „Blutgeneral“) durch den Abwurf einer Q-Bombe fünf Jahre zuvor 70 Mio. Leben. Kein Wunder, dass man ihn im Nachgang von seinen Diensten entließ. Doch nun könnten seine Dienste wieder benötigt werden. Denn im Heracles-System gab es offensichtlich einen „Erstkontakt“ mit einer fremden Spezies. Und General Eron Ryle will unbedingt Ford in seinem Team, die Sache zu untersuchen sowie, wenn nötig, sich zur Wehr zu setzen. Gut, dass Ford bestechlich ist und im Angesicht der Wiederherstellung seiner Reputation den Selbstmordtrip eingeht. Doch was den Trupp auf dem fremden Planeten erwartet, ist nicht mit ein paar MGs zu lösen. Da müssen dann schon größere Kaliber ran. Und damit hat Ford ja Erfahrung …
Puh. Eine Wertung von 2.5 auf der imdb, 1,5 Sterne bei den Kundenbewertungen eines großen Onlinehändlers – so richtig froh scheinen die Zuschauer mit Bruce Willis‘ jüngstem Ausflug ins Filmgenre nicht zu sein. Und damit scheint der einst so charakterstarke Mime sich nach einer Anhäufung von schlechten Filmen immer weiter ins Aus zu katapultieren. Oder er tut lediglich nur noch Freunden einen Gefallen. Denn wo Willis zuletzt mehrfach mit dem Hard-Kill-Regisseur Matt Eskandari zusammen arbeitete, scheint er nun zu Edward Drake zu wechseln, in dessen nächsten drei! Filmen Willis demnächst seine Fleischmütze zur Schau stellt.
Da Willis aber derzeit ohne inflationär Filme dreht (oder sich kurz in solchen blicken lässt), ist vermutlich auch das keine sehr überraschende Meldung. Fast ein Dutzend Produktionen sind aktuell mit ihm bereits in Produktion oder kurz vor der Fertigstellung. Eins kann man ihm nicht vorwerfen: Faulheit. Wobei, vielleicht doch. Denn die Tatsache, DASS er in Filmen mitspielt bedeutet ja nicht, dass er sich auch Mühe gibt. Eher im Gegenteil wirkt er mitunter derart gelangweilt in seinen Rollen, dass man sie doch besser einem weniger bekannten Darsteller übertragen hätte, der wenigstens noch enthusiastisch ans Werk geht. Selbst wenn die jeweiligen Filme dann weniger bekannt geworden wären, hätte man wenigstens eine gute Tat getan.
Cosmic Sin schickt Willis (und mit ihm Frank Grillo) in einen futuristischen Kampf gegen Außerirdische. Das ist immerhin mal ein etwas anderes Genre als der ewige Cop- oder sonstwas Thriller, in dem man ihn in den letzten (gefühlt) 20 Rollen beim Langweilen zugesehen hat. Aber leider auch nicht besser. Zum einen gibt’s nicht viel Futuristisches zu sehen (im Jahre 2500 fahren immer noch Pick-ups aus dem 21. Jahrhundert auf den Straßen) und zum anderen geben sich die versammelten B-Movie-Darsteller (unter ihnen auch Jigsaw-Ziehsohn Costas Mandylor) Mühe, noch schwächer zu agieren als Willis es ohnehin schon tut. Und das ist das schon wenig erquicklich anzuschauen.
Dazu ist Cosmic Sin wirr geschrieben und inszeniert. Dass es moralisch höchst fragwürdig zugeht und stets zuerst geschossen wird, bevor Fragen gestellt werden, passt da ins klischeehafte Bild eines machohaften SciFi-Quarks, der schon in den 80ern oldschool gewesen wäre. Damals hätte man sich aber vielleicht noch Mühe gegeben, die Erde zumindest ETWAS nach außerirdischem Planet aussehen zu lassen. Budgetbedingt müssen hier mit Beton ausgekleidete Lagerhallen sowie ein Waldgebiet ausreichen, um einen fremden Planeten zu verkörpern. Ein paar billige CGIs retten das dann auch nicht mehr. Das Gleiche gilt fürs Aliendesign, das praktisch keins ist. Denn die Außerirdischen sind (natürlich) in der Lage, menschliche Körper als Wirte zu benutzen, um möglichst nicht aufzufallen (was der Film als Erzählelement aber gar nicht nutzt). Entsprechend ist es schlicht die leichteste Möglichkeit gewesen, die Aliens im Menschenkleid mit bleicher Schminke und grunzenden Geräuschen auftreten zu lassen – könnten am Ende auch Zombies sein. Dass auch noch die Action auf der Strecke bleibt, weil mehr Zeit mit dümmlichen (oder wahlweise sexistischen) Dialogen verbracht wird, lag vermutlich ebenfalls am geringen Budget.
Man muss schon ein ganz besonders hart gesottener Willis-Fan sein, um Cosmic Sin etwas abgewinnen zu können. Denn der einst so charismatische Darsteller schafft es auch hier nur, glatte zwei Gesichtsausdrücke zu präsentieren, während die Kamera ein bisschen umherwackelt, um in den zahlreichen zähen Szenen wenigstens etwas Dynamik zu erzeugen. Wenn’s nach knapp 70 Minuten eine Aussprache zwischen Aliens und Fords Team gibt, verweilt das Geschehen minutenlang auf dem endlos wirkenden Monolog der Außerirdischen, während Willis‘ gelangweilt vor sich hin starrt. Selbst die 88 Minuten (inkl. Abspann) sind hier noch zu lang geraten, um die zweieinhalb vorhandenen Actionszenen über die Zeit zu retten. Nee, Bruce, Costas, Frank und Edward: Das war nix.
Cosmic Sin ist eine der größten Gurken, die Willis zuletzt abgeliefert hat. Das Drehbuch ist dumm, die Action mau, die Tricks mies und die Darsteller unterirdisch. Immerhin holt die UHD in puncto Bilddynamik deutlich mehr aus dem (schwierigen) Material als die Blu-ray. Viel mehr Positives gibt’s hier aber nicht zu sagen.
Autor: Timo Wolters - © Koch Films. All Rights Reserved.
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