Drei Jahre nach den Ereignissen im Jumanji-Spiel haben sich die vier Freunde Spencer, Fridge, Bethany und Martha etwas aus den Augen verloren. Um sich der guten alten Zeiten zu erinnern, verabreden sie sich deshalb zum Brunch. Alle freuen sich, nur Spencer hat irgendwie Respekt vor der Situation.

Warum auch immer veranlasst ihn das, alleine das leicht defekte Jumanji-Game zu starten und sich in die Spielwelt zu begeben. Als die Freunde ihn dann beim vereinbarten Treffen vermissen, machen sie sich auf die Suche. Zuhause finden sie allerdings nur dessen Opa Eddie sowie Milo, einen alten Geschäftspartner von Eddie vor. Als sie im Keller das Spiel entdecken, ist ihnen klar, dass sich Spencer dorthin geflüchtet hat. Also beschließt man, ebenfalls ins Game zurück zu kehren. Gesagt, getan. Doch kaum im Dschungel angekommen, bemerken sie, dass Bethany nicht dabei ist. Stattdessen stecken nun Eddie in Dr. Bravestone und Milo in Mouse.

Als würde das noch nicht genug Chaos verursachen, muss man den beiden alten Herren erst einmal die Spielregeln erklären, auf dass sie nicht ständig Leben verlieren. Doch dabei bleibt es nicht. Denn die Welt in Jumanji wird von Jürgen, dem Brutalen bedroht. Jürgen hat das Falkenjuwel gestohlen. Ein Fruchtbarkeitsamulett, das das Land gedeihen lässt. Wenn dieses nicht zurück erobert wird, könnte die ganze Spielwelt bald Geschichte sein…

Die 2017er Neuverfilmung von Jumanji war DER große Überraschungserfolg im Kino weltweit. Fast eine Milliarde Dollar hat das von Jake Kasdan (Sex Tape) inszenierte Remake seinerzeit eingespielt und war damit weit erfolgreicher als das 1995er Original mit Robin Williams. Zu verdanken hatte der Film das nicht nur seinen erwachsen gewordenen CGI-Effekten (bei allem Charme des Originals kann man sich dessen visuelle Effekte heute kaum noch anschauen), sondern vor allem seiner Besetzung. Der mittlerweile herrlich selbstironisch agierende Dwayne Johnson führte das Quartett an, das von Kevin Hart, Jack Black und der wunderbaren Karen Gillan ergänzt wurde.

Nach solch einem durchschlagenden Erfolg war klar, dass es eine Fortsetzung geben würde. Und so gab es bereits zum Kinostart des ersten Teils verlässliche Aussagen von Cast & Crew, dass man erneut in die Spielwelt eintauchen würde. Neben dem eine Woche später gestarteten Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers konnte sich Jumanji – The Next Level erstaunlich gut etablieren und spülte für Sony Pictures erneut knapp 800 Mio. Dollar in die Kasse. Kein Wunder, dass bereits über ein weiteres Sequel … aber bleiben wir erst einmal bei diesem. The Next Level setzt zunächst auf das altbewährte Konzept. Was sollte man auch abändern, wenn es darum geht, erneut in das gleiche Spiel einzutauchen. Die auffälligste Änderung ist deshalb das Hinzufügen von neuen Figuren zum aus dem ersten Teil bekannten Cast.

Mit Danny DeVito und Danny Glover ergänzte man die Charaktere in der realen Welt um zwei deutlich ältere Herren. Als Spencers Opa Eddie gebührt DeVito bereits von Beginn an ein augenzwinkernder Auftritt. Glover hingegen spielt Eddies alten Kumpel Milo. Die Tatsache, dass gemeinsam mit Fridge und Martha nur zwei der bekannten Teenies ins Spiel eindringen, während Spencer in selbigem verschwunden ist und Bethany außen vor bleibt, ist allerdings nur die halbe Miete. Hinzu kommt, dass nur Martha ihre angestammte Rolle der Ruby Roundhouse erfüllen darf, während Fridge sich von seinem Dasein als „Mouse“ Finbar erholen darf und in Sheldon Oberons Körper gastiert. Alleine das sorgt schon für ein paar Lacher.

Den meisten Spaß hat man allerdings erneut mit Dr. Smolder Bravestone und Franklin „Mouse“ Finbar. Der soeben erst an der Hüfte operierte Opa Eddie gibt Dwayne Johnson erneut Anlass für eine mehr als augenzwinkernde Performance. Wenn er immer wieder erstaunt auf seine massiven Unter- und Oberarmmuskeln schaut, als hätte er sie noch nie gesehen (was für Opa Eddie in seinem Körper zweifelsohne gilt), dann kann man dem hünenhaften Ex-Wrestler diese vermeintlich selbstverliebte, aber eben so charmant selbstironisch gespielte Ader einfach nicht übel nehmen. Außerdem gibt er anfangs einen herrlich überdrehten Bravestone, wenn er DeVitos Schauspiel zu imitieren versucht.

Kevin Hart, und das ist fast ebenso witzig, ist dieses Mal eben nicht überdreht, weil der sanftmütige Milo in ihm steckt. Auch Hart kann deshalb zeigen, dass er auch noch anders kann. Die ständigen Kabbeleien der beiden, die aus ihren echten Leben her rühren, sorgen für zahlreiche (auch slapstickhafte) Gags. Dass man die Spezialfähigkeiten und Schwächen der Avatare leicht verändert hat, sorgt dann an anderer Stelle für Abwechslung (und Verwirrung unter den Protagonisten).

Neben dem erneut leidenschaftlich und humorvoll aufspielendem Cast sind auch hier wieder die Actionszenen der zweite Unterhaltungsfaktor. Ein bisschen mehr Varianz gibt es dieses Mal, wenn es aus dem Dschungel in die Wüste geht, zur Hälfte des Films ein dunkles Banditendorf zum Schauplatz wird und es später sogar sibirisch kalt wird. Gemeinsam müssen die Avatare vor wild gewordenen Straußen flüchten, in einer waghalsigen und sehr stark an Videogames angelehnten Sequenz über umher schwebende Brücken balancieren oder den Showdown in sibirischer Eiseskälte absolvieren. Das macht aufgrund seiner Rasanz genauso viel Spaß wie im Vorgänger.

Wer allerdings Innovation sucht; wer sich denkt, die Geschichte würde tatsächlich auf ein „höheres Level“ gehievt, der sieht sich enttäuscht. Die Storyline um das magische Amulett, das gefunden werden muss, um Jumanji zu retten, ist so dünn wie Zeitungspapier. Tatsächlich dient sie ohnehin nur dazu, von einer Actionszene in die nächste zu geleiten – quasi eine Randerscheinung; eine Cutscene, die man überspringt, um endlich weiter zocken zu können, weil sie inhaltlich ohnehin unbedeutend bleibt.
Das kann man sicherlich bemängeln, wenn man auf eine etwas tiefgründigere Story gehofft hatte, die auch noch mehr Hintergründe zur Herkunft des Spiels offenbart hätte. Immerhin taugen die Verwicklungen in Jumanji – The Next Level aber dazu, dass sich die Menschen, die in den Avataren stecken, aussprechen können; dass persönliche Schwierigkeiten aus der Vergangenheit ausgepackt und verhandelt werden. Am Ende reicht’s dann für ein bisschen Versöhnlichkeit und eine deutliche Anspielung auf das geplante nächste Sequel.
Schon der Vorgänger war sicherlich nicht das originellste Fantasy-Abenteuer, aber er war durchweg unterhaltsam, witzig und von selbstironischen Darbietungen seiner Schauspieler durchzogen. Im Prinzip gilt all das auch für Jumanji – The Next Level. Mit dem Unterschied, dass echte Innovationen ausbleiben und die Story ziemlich dünn ist. Selbst das kann aber nicht verhindern, dass man auch im zweiten Teil von rasanten Actionszenen und gut aufgelegten Darstellern durch zwei kurzweilige Heimkinostunden geleitet wird.
Sehr gut gelingt hier der dynamische deutsche Ton mit satten Tiefbassattacken, aber etwas weniger Surround-Geräuschkulisse als im Vorgänger.
Autor: Timo Wolters - Copyright Szenenfotos: © 2019 Columbia Pictures Industries, Inc. All Rights Reserved.
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