Test: Onkyo DP-X1

Onkyo DP X1 newsSeit kurzem präsentiert sich der Onyko DP-X1 Digital Audio Player als Flaggschiffprodukt im Hause der Japaner. Auf der erst kürzlich stattgefundenen High End 2016 in München haben wir ihn schon unter die Lupe genommen, jetzt im ausführlichen Testbericht. Wie das Abspielgerät, ausgestattet mit Android 5.1.1 das Hi-Res Upsampling und Echtzeit-Wandlung in DSD beherrscht und wie die Wiedergabequalität einzustufen ist, haben wir umfangreich dokumentiert.

 

Der DP-X1 basiert wie bereits geschrieben auf dem Android-Betriebssystem 5.1.1 (Lollipop) und unterstützt die meisten Hi-Res Audioformate bis hin zu 11.2 MHz DSD, 384 kHz/24 Bit FLAC/WAV sowie das im Rahmen der High End 2016 vorgestellte MQA-Format. Als Unterbau dient ein Android 5.1.1 welches von einem Snapdragon 801 QuadCore CPU (2,5GHz) befeuert wird. Neben WLAN steht auch Bluetooth mit aptX-Support zur Verfügung. Gleich vorne weg, der Onkyo DP-X1 versteht sich nicht als Rebrand des seit längerem bekannten Pioneer XDP-100. Laut Nachfrage beim Hersteller, wurden nochmals „bessere“ Komponenten verbaut bzw. eine Eigenentwicklung umgesetzt. Die äußerliche Ähnlichkeit ist beiden Konzernbrüdern aber deutlich anzusehen.

Onkyo DP X1 opener

Der Player soll in Kürze, also jetzt ab Juni für 799,- EUR im Handel erhältlich sein. Ab Juli folgt dann ein exklusives Bundle mit den ebenfalls auf der High End 2016 neu vorgestellten Ultrasone Edition M Kopfhörern. Der Bundlepreis beläuft sich hierbei auf 1499,- EUR. Die Kombination aus DP-X1, welcher an sich mit so viel Technik vollgestopft ist das es wirklich schwer fällt auf das „nötigste“ zu reduzieren, sowie dem Ultrasone Kopfhörer. Beide Produkte sollen die ultimative mobile High-Res-Audio Symbiose schaffen. In unserem Test haben wir noch einen drauf gelegt und einen Ultrasone Edition 8 Carbon verwendet.

 

Lieferumfang

Der Onkyo DP-X1 kommt in einem unscheinbaren aber schick aufgemacht Karton mit Klappmechanismus. Gut geschützt und verpackt befindet sich neben dem Player lediglich ein Micro-USB-Kabel zum Aufladen des Akkus, und ein paar, relativ allgemein gehaltenen Booklets mit im Karton. Nachfolgend haben wir nochmal alle Eckdaten des Abspielgerätes aufgelistet.

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Onkyo DP-X1 im Überblick
Preis
 799,- EUR (UVP)
Hersteller-Homepage  www.onkyo.com
Betriebssystem  Android 5.1.1
Prozessor  Qualcom Snapdragon 801 Quad Core
Arbeitsspeicher  2GB RAM
Speicher  32GB (intern), bis zu 432GB erweiterbar (2x Micro SD)
Schnittstellen  WLAN: 802.11 b/g/n/ac, WiFi direct, WPS
 Bluetooth: A2DP, AVRCP, HSP, OPP, HID, PAN
Audiocodec  SBC /apt-X Low Latence (nur Übertragung)
Unterstützte Video Codecs
 H.263 / H.264 AVC / H.265 HEVC / MPEG-4 SP / VP8/9
Unterstützte Bildformate  JPEG / GIF / PNG / BMP / WebP
Klirrfaktor (THD)  geringer als 0,006%
Frequenzgang  20 Hz - 80.000 Hz
Signal-Rausch-Verhältnis  über 115 dB
Abtastfrequenz u. Bit-Raten  44.1/48/88.2/96/176.4/192/352.8/384 kHz 16 Bit/24Bit
 DSD 2.8 MHz, 5.6 MHz, 11.2 MHz 1 Bit (32 Bitfloat/integer
 wird zu 24 Bit konvertiert) Abtastraten über 192 kHz, DSD
 und 44.1 kHz sowie deren Vielfache werden über den MicroUSB-­‐Ausgang unterstützt
 
Abmessungen  129x 75,9x 12,7 mm (H x B x T)
Akkulaufzeit  bis zu 16h*
Akkuleistung  1600 mAh
Gewicht  203 g
Garantie  k.A.

 

 


 

Technische Details

Unter der Haube verbirgt sich das Entscheidende, u.a. die Audio- und CPU-Schaltkreise welche auf verschiedenen PCBs verlötet wurden, um so eine gegenseitige Abschirmung zu erzielen. Der Audio-Schaltkreis setzt auf jeweils einen DA-Wandler (SABRE ES9018K2M) und Verstärker (SABRE 9601K) von ESS Technology pro Kanal (sogenannter Dual-Mono-Aufbau). Eine 2,5 mm Klinkenbuchse mit vier Pins bietet einen voll symmetrischen Ausgang, der neben BTL (symmetrisch, transformatorlos) auch den Active Control GND (ACG) Modus unterstützt.

Der interne Speicher verfügt ab Werk 32GB, kann aber mittels zwei Micro-SD-Karten (SDXC) auf bis zu 432GB erweitert werden. Bei der Wiedergabe von Musikdateien gibt es quasi keine Grenzen, von DSD mit 11.2 MHz oder FLAC/WAV mit 384 kHz/24 Bit ist fast alles umsetzbar. Wer Hi-Res Dateien über die bereits vorinstallierte OnkyoMusic App herunterladen möchte, kann das mit dem Google Play Store erledigen.

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Deutlich zu erkennen: die beiden voneinander getrennten PCBs mit Audio-Bauteile sowie separater CPU

 

Detailansichten

Gleich zu Beginn sticht die sehr klare Linienführung des Players heraus. Kantig, tiefschwarz und sehr hochwertig in der Anmutung. Der rund 12,6cm hohe DP-X1 liegt auf Grund genau dieser Maße gut in der Hand überzeugt dank der Materialwahl. Das Display ist nicht höhenversetzt oder ähnliches und genügt sich an drei Seiten mit einem Rahmenmaß von gerade mal 1mm. Warum nur drei? Dazu gleich mehr. Auf der Oberseite befinden sich, nicht nur farblich wunderbar abgesetzt, sondern auch verarbeitungstechnisch erstklassig umgesetzt, zwei Audio-Klinkenanschlüssen.

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Zum einen die klassische 3,5mm Klinke und zum anderen der 2,5mm Balanced Audio Klinken-Stecker. Dieser soll den Vorteil bieten, dass symmetrische Kabel dort angeschlossen werden können und äußere Störeinflüsse nochmals minimiert werden sollen. Wie es derzeit so schön heißt: Elektrosmog. Kommen wir nochmal zum Rahmen. Auf der linken Seite befindet sich ein sehr angenehm eingestellter Lautstärkeregler welcher ober- und unterhalb bedient werden kann. Also je nachdem wie man den Onkyo DP-X1 in der Hand hält. Ergonomisch an sich recht clever gelöst. Der Drehregler selbst hat eine Rasterung von 161 Stufen erhalten. Dem zur Folge lässt sich der Pegel sehr feinstufig abstimmen.

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Auf der gegenüberliegenden Seite befinden sich die Hauptsteuerelemente wenn es darum geht, den Player rein mechanisch zu bedienen. Dazu zählen die Vor- und Zurück-, sowie Play-Taste. Des Weiteren lässt sich mit dem „oberen“ Button das Display aufwecken bzw. der DP-X1 überhaupt einschalten. Die Position der Schalter ist genau richtig gewählt. Was wir schon hier und auch im späteren „Alltagsgebrauch“ festgestellt haben, dass der Schalter für das Display, im Vergleich zu aktuellen Smartphones, einen Ticken zu viel Feingeist dem Anwender abverlangt und schnell mal in „Fummeln“ mündet. Äußerlich und hinsichtlich der Bedienung der einzige Kritikpunkt der wirklich in Erscheinung getreten ist.

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Ebenfalls mit der auf dieser Seite untergebracht sind die beiden Micro-SD-Kartenslots, welche leider über keine Abdeckung oder Ähnliches verfügen, um sich so vor Staub und Schmutz schützen zu können. Wie bereits weiter vorn geschrieben, kann man den internen Speicher welcher ab Werk 32GB groß ist, mittels zwei Micro-SD-Karten (SDXC) auf bis zu 432GB erweitern. Der dadurch geschaffene „Platz“ sollte mehr als genügend sein um auch High-Res Audio Titel in genügender Stückzahl abzuspeichern. An dieser Stelle kann man auch nochmal das Wiedergabeforma MQA mit ins Boot holen, welches ja höchste Details und dabei möglichst hohe Dateikomprimierung verspricht.

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Das restliche Chassis ist sehr auf Understatement getrimmt, kommt an der Seite lediglich mit dem Schriftzug „twin DAC“ daher lässt erfreulicher Weise jeglichen Ansatz von Schnörkelein vermissen. Puristen werden es dankend annehmen. Die leicht mattierte Oberfläche vermittelt ein gewisses Maß an Robustheit, so das nicht sofort jeder kleine Krater zu sehen ist bzw. überhaupt entstehen kann. Unten links befindet sich schlussendlich doch noch der Herstellerschriftzug mit auf dem Gehäuse. Dies soll es mit der äußerlichen Betrachtung gewesen sein. Auf der nächsten Seite gehen wir auf das vorbereitete Betriebssystem und die Onkyo-App zur Wiedergabe ein, schauen uns aber auch noch weitere Drittanbieter-Apps an.

 


 

Android 5.1.1 - Handhabung und Steuerung

Wie eingangs angesprochen, hat Onkyo eine recht aktuelle Android Version 5.1.1 mit auf den DP-X1 gespielt. Ursprünglich wollten wir eine Bilderflut präsentieren, was sich aber schnell als ermüdend herausstellte. Dem zur Folge ist ein Video entstanden, in dem wir auf die Bestandteile, Funktionsweise und dem allgemeinen Handling des Betriebssystems bzw. der Apps eingehen. Viel Spaß beim Ansehen:

Ganz ohne Bilder geht es dann aber auch wieder nicht. Die wichtigsten Menüpunkte haben wir visuell nochmal festgehalten. Wie gesagt, es handelt sich hierbei um die rudimentärsten. Wir hätten dies noch viel umfangreicher gestalten können, was aber sicherlich über das Ziel hinausgegangen wäre.

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Onkyo App / weitere Apps

Da uns Onyko mit dem Betriebssystem quasi keine Limitierung auferlegt hat, haben wir Stichprobenartig noch ein paar Anwendungen ausgetestet. Wie sollte es anders sein, natürlich um Musik wiedergeben zu können. In diesem Falle haben wir uns für TIDAL entschieden. Die App ließ sich ohne weiteres installieren und einrichten. Ein gültiger Account ist an dieser Stelle Pflicht und versteht sich von selbst.

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Die größte Verwunderung im positiven Sinne gemeint, verursachte aber die Tatsache, dass wir ohne weiteres die SkyGo App auf dem Onkyo DP-X1 installieren und komplett ohne Einschränkungen nutzen konnten. Gerade mit dem Wissen, dass der Anbieter solch harte Restriktionen gegenüber Android fährt ist dies umso erstaunlicher. Des Weiteren ist die Kompatibilität ja auch nur auf wenige Hersteller (Samsung, Sony – Android) begrenzt. In der Summe also ein sehr netter positiver Nebeneffekt, obwohl es gar nicht mit der eigentlichen Ausrichtung des Players in Verbindung steht.

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Auf der nächsten Seite gehen wir dann endlich ans Eingemachte und wollen herausfinden, welche klanglichen Genüsse uns der Onkyo DP-X1 aufs Ohr zaubern kann / konnte.

 


 

Klangtest

Für den Klangcheck stand uns bereits vom Hersteller vorbereitet ein sehr bunter Mix an Musiktiteln bereit, die logischer Weise im auch MQA-Format daherkommen. Ob nun MetallicasEnter Sandman oder Muddy Waters mit My home Is in the Delta, konnten wir so ziemlich jedes Spektrum abdecken, was möglich ist. Als Kopfhörer kam ein Ultrasone Edition 8 Carbon zum Einsatz, welcher als Referenzkopfhörer bei uns Verwendung findet. Angeschlossen haben wir diesen über den 3,5mm Klinkenstecker am Onkyo DP-X1. Als Ausgangsbasis diente uns die vom Hersteller im Vorfeld angelegte Playlist mit MQA-Files.

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Edle Abspiel-Kombo: Onkyo DP-X1 und Ultrasone Edition 8 Carbon

My Home Is In The Delta Muddy WatersUnser musikalischer Einstieg erfolgte mit Muddy Waters und seinem Soul-Klassiker My Home is in the Delta aus dem Album Folk Singer (1964). Gerade dieser Track stellt wie kein anderer die instrumentale aber auch tonale Wiedergabequalität des Players auf die Probe. Die verwendeten akustischen Gitarren, das Schlagzeug und der Kontrabass kommen so ausdrucksvoll zur Geltung, dass man in diesem Moment alles elektronisch unterstützende aktueller Musik in keiner Weise vermisst. Die kraftvolle Stimme des Frontsängers und der damit einhergehende Blues / Beat / Takt sind im 21. Jahrhundert mehr als nur selten geworden, unterstreicht aber eindrucksvoll die eigenen Erlebnisse des Sängers. Ohne zu weit abzudriften: Der Player und der Kopfhörer kreieren eine Bühne auf den Ohren, die einen ohne weiteres knapp 50 Jahre zurückversetzen lässt. Akustisch phänomenal!

 

 Metallica Metallica Black AlbumNun erscheint Metallica laut HiFi-Volksmund nun nicht wirklich die Band zu sein, welche sich für High-Res-Audio empfiehlt oder durch klangliche Feingeistigkeit auszeichnet. Was bedeutet das für uns? Herausfinden ob sich ein Unterschied feststellen lässt! Mit Enter Sandman lag entsprechend hochaufgelöstes Material vor (MQA 192kHz / PCM 192kHz), was es auf die Probe zu stellen galt. Der Track steigert sich super rein und die ersten 30 Sekunden präsentiert sich jedes Instrument und deren Fähigkeiten (E-Gitarre, Bass-Gitarre, Drums) was sich nach circa nach rund einer Minute zu einer Symbiose aus feinsten Metal-(Rock)-Klängen zusammensetzt. Spätestens beim Einsetzen von James Hetfield scheint der Damm gebrochen und man geht voll im Song auf. Insbesondere Lars Urlichs Drum-Künste scheinen allgegenwärtig und werden herrlich hervorgehoben. Gleiches gilt auch für die diverseren Gitarrensolos bei denen man sofort die Luftgitarre aus dem Schrank holen will. Die Stimme des Frontsängers löst sich sehr schön vom Rest der Instrumente und schiebt sich angenehm in den Vordergrund. Oftmals ergibt dies alles nur einen öden „Krachbrei“. Nicht mit dem Onkyo DP-X1, der kann auch Metal.

 

adele 25 coverDie gesanglich Paradedisziplin stellt aktuell wohl unangefochten Adele`s Hello aus dem Album 25 dar. Der Titel lag uns in MQA (44kHz) / PCM 192kHz vor – Qualität also Garantiert. So sanft und weich wie das Piano am Anfang des Titels erklingt, umso härter und stimmgewaltig bricht die Sängerin dann gegenüber dem Hörer aus. Akustisch einer Liga für sich, das steht in Falle dieses Titels außer Frage. Die von den Instrumenten losgelöste Stimme wird in eine einzigartige Bühne gedrückt, ohne hier jetzt ins Lexikon der Superlativen abzudriften. Man muss ganz klar den Song mögen und sich darauf einlassen, wer das tut, darf sich jedes Mal ein Gänsehautgefühl abholen, was ungewollt zum Mitsingen animieren kann. Adeles einzigartige Stimme ist allgegenwärtig und wird perfekt in Szene gesetzt.

 

 

Chakuza MagnoliaDer letzte Track (Ich lauf) stammt aus dem Album Magnolia von Chakuza. Der österreichische Rapper / Komponist drückt sehr prägnant, leicht rauchig aber sehr angenehm seine Lyrics ins Mikrofon, was einprägsam und nachhaltig in Erinnerung bleibt. Gerade die stimmliche Kraft des Künstlers steht der Player-Kopfhörer-Kombo ausgesprochen gut, wenn nicht sogar perfekt und bedankt sich mit kristallklaren Stimmpassagen und kernigen Tieftönen. Generell lässt sich sagen, dass elektronisch abgemischte Töne sehr gut und losgelöst wiedergegeben werden. Im Fallen des o.g. Interpreten hat der DP-X1 seinen Meister in diesem Genre gefunden. Wer sich musikalisch viel im Rap-Genre bewegt, der kann theoretisch bedenkenlos zugreifen und den Onkyo-Player dafür verwenden.

 

Akku-Leistung & sonstiges

Die reine Akkuleistung eines mobile Devices zu ermitteln ist immer schwierig, gerade weil es unzählige Konstellationen gibt wie man ein Gerät belasten kann. Onkyo gibt für den DP-X1 eine Laufzeit von bis zu 16 Stunden an. Im Schnitt haben wir bei maximaler Helligkeit und eingeschaltetem WLAN zwischen 5 und 8 Stunden mit dem Player agieren können, bis die Ladelampe aufleuchtete. Bei länger am Stück anhaltender Nutzung wird der Player relativ warm, was durchaus merkbar ist. In der Summe aber absolut keinen Vergleich zu aktuellen Smartphones darstellt, wenn dort sich die Akkus auf Grund der jeweiligen Nutzung aufheizen. Alles in allem genau das was wir erwartet haben. Lediglich der Akku hätte rein subjektiv empfunden, ruhig ein Stück mehr Kapazität mitbringen können (1600 mAh). Kommen wir abschließend auf der nächsten Seite nun zum Fazit.

 


 

Fazit

Onkyo schafft das, wovon viele inzwischen eigentlich bei einem Smartphone träumen. Sehr hochwertige Technik in ein ebenfalls über alles erhabene Gehäuse zu packen und in Summe damit ein preislich sehr attraktives Produkt kreieren. Der Onkyo DP-X1, auch digital Audio Player genannt, wurde im Vorfeld als Pioneer XDP-100R Re-Brand verschrien, dem ist aber überhaupt nicht so. Man hat bei bekannten Stellen angesetzt und diese nochmals verbessert. Bleiben wir aber beim DP-X1.

Dieser kommt wie bereits angesprochen, mit einem überaus ansprechenden Qualitätsauftreten daher, welches uns uneingeschränkt überzeugt hat. Unter der Haube steckt grundsolide Smartphone-Technologie mit einem Snapdragon 801 Quad Core Prozessor (4x 2,5 GHz) und 2GB RAM. Der interne Speicher von 32GB kann dank der beiden Micro-SD-Karten Slots auf jeweils 200GB, zu einer Gesamtsumme von 432GB erweitert werden. Bestwert! Als Software-Unterbau hat der Hersteller erfreulicher Weise Android 5.1.1 (Lollipop) verwendet, welches dem Anwender unzählige weitere Nutzungsmöglichkeiten bietet. Wir sind im Laufe des Artikel auf einige eingegangen, z. B. SkyGo. Klanglich steht dem Player keine Kritik unsererseits gegenüber. Die Titel, welche primär im nagelneuen MQA-Format zur Verfügung standen, haben eine herrlichen Brillanz erfahren und hauchten dem einen oder anderen Song neues Leben ein. Der DP-X1 ist im Übrigen nur einer von drei mobile Geräten die aktuell mit diesem Format umgehen können.

In der Summe überzeugte der Player auf ganzer Linie. Erwägt man einen Kauf, so erscheint Anfangs die UVP von 799,- EUR seitens des Hersteller relativ viel. Betreibt man aber eine Marktanalyse dann fällt schnell auf, dass man sich hier am unteren Ende der Fahnenstange bewegt und extrem viel für sein Geld geboten bekommt. Inzwischen haben auch schon erste Händler den DP-X1 verfügbar, was den Preis spürbar weiter fallen lässt. Auf Grund all der genannten Punkte können wir dem vorgestellten Produkt eine ausdrückliche Empfehlung aussprechen!

 

 

Onkyo DP-X1 - Digital Audio Player
High-Res-Audio für die Hosentasche mit Smartphone-Allüren und dazu noch sehr edel verpackt - 07.06.2016

 
  Mobile Devices Testberichte  Hersteller-Homepage  UVP: 799,- EUR  
         
   Pro  Contra    
  + ausgezeichnete, puristische Verarbeitung
+ sehr umfangreich ausgestattet
+ liegt gut in der Hand, nicht zu groß o. zu klein

+ "vollwertiges" Android-Gerät (5.1.1)
+ 3,5mm Klinke und 2,5mm Klinke (Balanced)
+ Speicher erweiterbar auf bis zu 432GB gesamt
+ klanglich ohne Fehl und Tadel

- etwas zu kleiner Aufweck-Button
- keine Abdeckung der SD-Karten-Slots





Onkyo DP X1 Fazit    

 

Onkyo DP X1 Award

 

 

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Diskutiert diesen Artikel im Forum (3 Antworten).
Gesendet: 12 Aug 2016 09:37 von Botter #858
Marcels Avatar
Hi, also folgender Umstand:

"Die Onkyo Music App kann nicht auf Netwerkfreigaben zugreifen. Da es sich aber um ein normales Android Gerät handelt können Player aus dem App Store installiert werden welche das streamen von NAS unterstützen."

Ich hoffe deine Frage ist damit beantwortet. :)
Gesendet: 11 Aug 2016 12:14 von Botter #857
Marcels Avatar
Ich habe die Frage mal an Onkyo weitergeleitet. Ich selbst kann ich dies leider nicht mehr prüfen, da das Testmuster bereits wieder zurück gegangen ist. :)
Gesendet: 07 Aug 2016 19:17 von Tompfeng #851
Tompfengs Avatar
Kann man über den DP-X1 auch als Streamer (DLNA) per WLAN hochauflösende Dateien von einem NAS abspielen? Wenn ja, dann wie?
Gruß Thomas