Test: XTZ Spirit 2 und Spirit SUB 12

ollen wir detailierte Blicke auf die einzelnen Komponenten werfen und V

XTZ Spirit 2 Lautsprecher Detailansicht

XTZ lieferte uns die Lautsprecher aus der Spirit-Serie in der weiß matten Lackierung. Zuerst widmen wir uns den Spirit 2 die schon beim Auspacken durch ihr „handliches“ Format auffallen. Die kleinen kompakten setzten auf eine geschlossene Bauweise und sind für die Wandmontage konzipiert. Es spricht aber nichts dagegen, diese auch auf einem Lowboard oder Ständer zu platzieren und als Frontlautsprecher zu nutzen, aber dazu später mehr. Der Wirkungsgrad der recht schmalen Boxen ist mit 86 Dezibel angegeben und der Frequenzgang reicht von 78-22.000 Hertz. Das 2-Wege System wiegt knapp 5,3 Kilogramm pro Stück und bietet eine Dauer-Belastbarkeit von 75 Watt. Positiv zu erwähnen wären hier die 5 Jahre Garantie die XTZ dem Käufer gewährt.  


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Im Gegensatz zu der XTZ 99.25, die mit einer absolut perfekten Hochglanz-Lackierung daherkommt, setzt XTZ bei der Spirit-Serie auf eine matte Oberfläche. Dieser Lack ist aber nicht weniger hochwertig aufgetragen bzw. verarbeitet. Der Lack besitzt eine leicht angeraute Oberfläche, weswegen er oft auch mit Schleiflack tituliert wird. Er ist wunderbar auf das MDF-Gehäuse aufgetragen, welches in der Front 25mm und bei den Seitenwänden 18mm stark ist. An keiner Stelle des Gehäuses konnten wir einen Makel oder irgendwelche Lacknasen entdecken, also erstklassig umgesetzt! Die Kanten sind alle gleichmäßig gerundet und der komplette MDF-Korpus wirkt wie aus einem Stück gefertigt. Wie schon bei der Spirit 11, sind die Lautsprecherchassis nicht sichtbar mit der Front verschraubt, was optisch gesehen in einem dezenten Erscheinungsbild mündet, wenn da nicht die Aufnahmebuchsen für die Frontgitter wären. Diese stören die cleane Optik etwas, was in dieser Preisklasse aber auch einmal zu vernachlässigen ist. Zwischen beiden Treibern thront das Firmenlogo, welches in die gummierte Einfassung des Hochtöners eingearbeitet wurde. 

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Wo die mehr als doppelt so teure XTZ 99.25 noch auf einen Bändchen-Hochtöner setzt, kommt bei den Spirit 2 eine Seidenkalotte zum Einsatz. Diese verfügt über einen Durchmesser von 25mm und rundet den Frequenzgang nach oben hin mit bis zu 22.000 Hz ab. Zudem verbaut XTZ einen Waveguide, der das Klirrverhalten optimiert und eine niedrigere Übergangsfrequenz zum Tiefmitteltöner ermöglicht, was das Abstrahlverhalten positiv beeinflusst. Verschraubt ist die Seidenkalotte mit einer 5mm starken Frontplatte aus Aluminium, die dann mit einer leichten Gummierung versehen wurde. Diese war auch für die Fussel auf unseren Bildern dann zuständig.

Bei dem 15 Zentimeter großen Tiefmitteltöner setzen die Schweden auf ihre eigenen Erfahrungen. Der aus Acrylnitril-Butadien-Styrol, kurz ABS, bestehende Treiber wurde maßgeschneidert auf die Bedürfnisse der Spirit-Serie angefertigt und entstammt dem firmeneigenen Forschungslabor. Um die Steifigkeit des Treibers zu erhöhen, wurde die Langfaserzellstoffmischung in eine spezielle Sandwich-Anordnung gebracht. Für die Zentrierspinne wurden Zellstoff und Nomex-Fasern verwendet - für ein optimiertes Impulsverhalten wurde der Treiber mit einem starken Magnetsystem ausgestattet, welches auch hohe Auslenkungen verkraften soll. Wie schon bei der Seidenkalotte, ist auch hier die verwendete Schwingspule aus einer Aluminium-Kupfer-Legierung und soll für eine effektive Wärmeabfuhr sorgen. 

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Dreht man die kompakten Spirit 2 Lautsprecher einmal um, findet man ein Anschlussterminal vor, welches auch in der Spirit 11 so verbaut wird. Das Anschlussterminal ist sehr hochwertig ausgeführt, verzichtet aber auf Bi-Wiring oder eben Bi-Amping. Die vergoldeten Anschlussklemmen können Bananenstecker oder Klemmschuhe aufnehmen, aber auch Kabelquerschnitte von 4mm stellen die Klemmen vor keine Probleme. 

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Auch wie schon vom Standlautsprecher der Serie bekannt, kann man bei der Spirit 2 mittels einer Steckbrücke den Hochton-Bereich an den Hörraum anpassen. Durch das Entfernen dieser Brücke kann der Hochtonbereich um 3dB reduziert werden, sollte er dem Hörer zu aufdringlich erscheinen. Für uns ein sehr schönes Feature, welches nicht üblich ist in dieser Preisklasse. Einen Bassreflex-Port sucht man bei den Spirit 2 vergebens, da sie als ein geschlossenes System konzipiert wurden. Schauen wir uns jetzt den Subwoofer genauer an.  


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