Test: Nubert nuPro A-700 Aktiv-Lautsprecher

Nubert nuPro A 700 newsIm vorliegenden Artikel wollen wir die Nubert nuPro A-700 vorstellen. Ein aktiver 3-Wege Standlautsprecher der die Stärken traditioneller Lautsprecher mit den Vorzügen von Aktivkonstruktionen kombinieren soll. Ausgestattet mit reichlich Anschlussmöglichkeiten, potenten Endstufen und einen sehr ausgeprägten Tiefton möchte dieser Aktivlautsprecher die Gunst der Käufer gewinnen. Wie sich das Topmodell der Nubert Aktivserie geschlagen hat, klärt unser Artikel auf den nachfolgenden Seiten.

 

Mit den Nubert A-700 aus den audiophilen Hallen Schwäbisch Gemünds, möchte wir uns heute Vertreter der aktiven Lautsprecherzunft widmen. Mit den XTZ Tune 4 konnten wir erst vor kurzem eine kleinere Ausgabe dieser Gattung bei uns in der Redaktion begrüßen. Das heutige Modell möchte aber ein Vollbereichslautsprecher sein. Mit über einem Meter Höhe und knapp 28 Kilogramm Lebendgewicht möchte der Standlautsprecher gleich ein Statement setzen. Dazu kommt ein angegebener Frequenzgang der bis in den Keller von 25 Hertz vordringen soll, dass unterstreichen auch die zwei verbauten Langhub-Tieftöner. Das Ganze wird kombiniert mit einer großen Anschlussvielfalt und einem Display in der Front, welches grundlegende Informationen darstellt. Aber schauen wir uns den Lieferumfang und die technischen Details kurz aufgelistet in der Tabelle an, bevor wir uns gründlich mit der A-700 von Nubert beschäftigen.

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Im Gegensatz zu manch anderen Lautsprechern wo sich der Lieferumfang oft sehr überschaubar gestaltet, liegt dem Nubertprodukten immer einiges an Zubehör dabei. Neben dem Montagematerial liefert der Hersteller auch gleich alles an Kabeln mit, um seine Gerätschaften mit dem Vollbereichslautsprecher zu verbinden. Im Detail sieht das so aus:

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Lieferumfang:

 

Nubert - nuPro A-700 Lautsprecher - Technische Details
 Bezeichnung  Nubert nuPro A-700 Aktiv Lautsprecher
 Preis   ca. 1265,- EUR Stück  
 Hersteller-Homepage  www.nubert.de
 Maße  225mm (340) x 275mm (390) x 1100mm (1145) (Breite x Tiefe x Höhe) 
 Gewicht  27,5 kg Stück
 Daten
 Leistung 
  • 2 x 90 Watt Nennleistung (Hoch-Mitteltöner)
  • 1 x 300 Watt Nennleistung (Tieftöner) 
 Eingänge 
  • 1 x Toslink digitaler Eingang
  • 1 x Koaxialeingang digital
  • 1 x Cinch analoger Eingang
  • 1 x USB-Eingang 
 Ausgänge 
  • 1 x Sub Out
 Frequenzgang   25 - 22.000 Hz

  den nachfolgenden Seien w


ollen wir detailierte Blicke auf die einzelnen Komponenten werfen und V

Nubert nuPro A-700 Lautsprecher Detailansicht Teil 1

Nubert liefert die Standlautsprecher in einem sehr stabilen Karton beim Käufer an, der dann noch ein paar kleinere Montageschritte bewältigen muss. Die überaus stabile Stahl-Bodenplatten wird nicht montiert geliefert, sondern liegt separat dem Paket bei. Durch das mitgelieferte Inbuswerkzeug und vier Abstandshaltern, die dem Bassreflex-System die nötige Freiheit zum Atmen gewährleisten, ist der Aufbau aber schnell erledigt und man kann die 27,5 Kilogramm schwere Box an ihren vorgesehenen Platz wuchten. 

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Die A-700 kann man in zwei Farbvariationen erwerben. Neben dem hier abgebildeten weißen Schleiflack, ist die Standbox mit der gleichen Lackqualität noch in einem schwarzen Farbton erhältlich. Dieser Schleiflack ist sehr gleichmäßig und bestmöglich aufgetragen. Durch die mattierte Oberfläche hinterlassen Finger keine unschönen Abdrücke auf dem Lack und lassen das Gehäuse aus mitteldichten Faserplatten sehr wertig erscheinen. Die Kanten sind leicht gerundet, der Lack aber auch an diesen Stellen perfekt aufgetragen und es lassen sich nirgends Unterschiede in der Lackdicke oder Qualität am Standlautsprecher erkennen. Die abgerundeten Gehäusekanten bieten aber noch einen akustischen Vorteil, denn sie verringern die Kantendispersionen. Optisch ist die A-700 schon mal ein echter Hingucker im Wohnzimmer, auch wenn die Farbauswahl etwas begrenzt ist, schließlich bekommt man in der nuLine -Serie von Nubert auch ein Echtholzfurnier für den rustikalen Geschmack.

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Die Standbox mit ihrer Höhe von knapp 1,14 Meter thront auf einem Standfuß, den wir eingangs schon erwähnt hatten. Dieser Sockel ist aus massiven schwarz mattierten Stahlblech gefertigt, bietet rückseitig ein kreisrundes Loch für die Kabeldurchführung und an der vorderen Oberseite sitzt das Firmen-Emblem. An der Unterseite werden vier große Gummifüße angebracht, die das komplette Konstrukt vom Boden entkoppeln sollen bzw. zu einer absorbierenden Wirkung von Vibrationen beitragen. Die Haptik sowie das optische Erscheinungsbild ist auch hier auf einem hohen Niveau und passt zum Rest des Erscheinungsbilds.   

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Die verbauten Treiber auf die wir auf der nächsten Seite noch etwas genauer eingehen werden, sind in der Front perfekt integriert. Die Spaltmaße sind erstklassig und präzise ausgeführt, die Treiber sitzen perfekt zur Schallwand bündig im Gehäuse. Die Schrauben womit die Treiber am Gehäuse fixiert wurden sind sichtbar, was dem A-700 einen leicht technischen Charakter verleiht. Denn diesen Charakter unterstreicht das darunter liegende Display mit den nötigen Steuerungselementen noch weiter. Hier sitzt die Steuerungszentrale des Aktiv-Lautsprechers. Wo man bei einem passiven Lautsprecher alles über einen angeschlossenen Verstärker bzw. Receiver regelt, steuert man es bei der A-700 direkt am Lautsprecher. Vorteil ist klar der Wegfall weiterer Endstufen oder Vorstufen, wobei letzteres natürlich weiter genutzt werden kann und als „gesammelter“ Zuspieler dienen kann. Das Display ist miz Hilfe einer ausgezeichnet gefrästen Blende bündig in die Front eingelassen und bietet fünf Steuerungstaster für die Bedienung an der Box. Neben der Wahl der zur Verfügung stehenden Eingängen, kann hier auch der verbaute DSP angesprochen werden. 

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Dieser bietet eine Höhen- und Bassregelung sowie eine Balanceeinstellung. Dazu können Trennfrequenzen für eventuell angeschlossene Subwoofer geregelt werden und eine Auto-On Funktion ist in der Menüführung zu finden. Praktisch ist die Funktion AGAIN, womit man die unterschiedlichen Eingänge im Pegel aneinander angleichen kann. Selbstverständlich lassen sich die Standardfunktionen auch mit der mitgelieferten Fernbedienung steuern, die uns aber nicht wirklich gefallen wollte. 

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Für eine Fernbedienung, die eine vom Verstärker ersetzen soll, ist sie zu einfach und zu klein ausgefallen. Zwar ist der Druckpunkt angenehm und bietet ein angenehmes Feedback, für die tägliche Benutzung bietet sie aber zu wenig Haptik und passt so gar nicht zur Wertigkeit der Lautsprecher. Eine Logitech Harmony zum Beispiel könnte hier Abhilfe schaffen, welche sich auch für andere Gerätschaften mit anbietet, aber auch den Preisrahmen steigen lässt. 


 

Nubert nuPro A-700 Lautsprecher Detailansicht Teil 2

Auf der technischen Seite greift Nubert in die Vollen und stattet die Drei-Wege-Box mit vier Treibern aus, wovon zwei für den Tieftonbereich zuständig sind. Diese Treiber kennt man auch aus den Subwoofern der Schwaben, wie zum Beispiel dem AW-350. Sie zeichnen sich durch einen extremen Hub von 35mm aus. Dazu kommt ein Bassreflexsystem welches nach unten abstrahlt und so einen raumakustischen Vorteil bringt. Denn im Gegensatz zu den üblichen nach hinten ausgerichteten Systemen, macht das nach unten ausgerichtete Bassreflex eine wandnahe Aufstellung weniger problembehaftet. Den beiden Tieftönern mit 180mm Durchmesser steht eine separate Kammer im Gehäuse zur Verfügung, wo sich der Mittel- und Hochtöner eine Kammer teilen müssen. Die Trennfrequenz zwischen Mitteltöner und Hochtöner liegt bei 2200 Hz und nach unten übergibt der Treiber bei 240 Hz.

Die Mitteltöner besitzen den gleichen Durchmesser von 180mm, der wie schon beim Tieftöner mit einem Polypropylenmembran ausgestattet ist. Für den Hochtonbereich setzt Nubert auf eine Seidengewebekalotte mit einem Durchmesser von 25 Millimetern, die den Frequenzgang nach oben mit 22.000 Hz abschließt. Der Frequenzgang von 25 – 22.000 Hz, wobei die untere Grenzfrequenz auch noch etwas justierbar ist, ist eine Ansage und macht einen Subwoofer fast überflüssig, aber das hören wir uns im Klangcheck dann genauer an.

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Wie schon in der Front ist das große Anschlusspanel auf der Rückseite vorbildlich in das Gehäuse eingelassen und besitzt so einige Möglichkeiten der Konnektivität. Die A700 besitzt einen analogen Stereoeingang, drei digitale Eingänge (maximale Samplingrate 24bit/96 kHz) und somit eine völlig ausreichende Zuspielmöglichkeit. Hier ist auch ein USB-DAC, für einen direkten Anschluss von PCs bzw. Macs untergebracht, der eine Samplingrate von maximal 16bit / 48 kHz unterstützt. Der Link-Ausgang koppelt zwei A-700 miteinandern und macht sie erst zu einem Stereopaar. Dann besitzt die linke Box die Kontrolle (Master) über das Gespann wo der rechte Lautsprecher sich dann unterordnen muss und als Slave agiert. Was für die Musikwiedergabe nicht unbedingt nötig ist, wird jeden Filmliebhaber mit einem Heimkino umso mehr freuen. Den Subwooferausgang hat Nubert nämlich nicht vergessen. Sollte jemanden der vorhandene Frequenzkeller der A-700 nicht ausreichen, somit wird diesem auch geholfen.

Mit den USB-Anschluss neben dem Wartungsanschluss bietet Nubert eine Stromversorgung für die hauseigenen nuFunk Modulen. Wer seinen Slave-Lautsprecher nicht mit dem mitgelieferten Kabel verbinden möchte, sondern lieber der Zeit angemessen mit einem Funkmodul arbeiten möchte, der kann für knapp 70 Euro pro Stück dieses nachrüsten. Aber auch die Verwendung eines Google Chromecast oder Fire-TV Stick ist denkbar und diesen dann über USB-Port mit Strom zu versorgen. Sehr sinnvoll unserer Meinung nach, denn damit macht der Aktiv-Lautsprecher einen weiteren Schritt zu einem autarken System. Leider bietet die A-700 von Hause aus keine Wireless-Konnektivitäten wie Bluetooth oder WLAN. Hierfür muss der Käufer noch etwas sein Budget aufstocken und nachrüsten. Ein integriertes Bluetooth-Modul hätte der nuPro aber durchaus gutgestanden.

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Hinter der großen Blende auf der Rückseite befindet sich die aufwendig konstruierte Endstufe. Der klare Vorteil einer aktiven Variante eines Lautsprechers ist das jede verbaute Chassis einen eigenen Schaltverstärker hat und auch somit perfekt auf die Anforderungen zugeschnitten bzw. entwickelt werden kann. Nubert setzt bei der A-700 für den Hoch- bzw. Mitteltöner eine Endstufe mit 90 Watt Nennleistung ein und der Tieftöner kann auch eine 300 Watt Endstufe zurückgreifen. Dazu kommen Vorteile durch die geringen Kabelwege, ein verringertes Rauschen und eine effektive Bassentzerrung, durch die verbaute DSP-Weiche.

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Betrachtet man die rein technische Ausstattung muss man den Hut ziehen. Die Drei-Wege-Konstruktion mit zwei sehr potenten und auf starken Hub ausgelegten Tieftönern in Verbindung mit der leistungsstarken Endstufe, die dazu noch einiges an Anschlussmöglichkeiten mitbringt. Dazu kommt der integrierte DSP für die persönliche Klanganpassung und das man an einen USB-Port für die Stromversorgung von externen Erweiterungsmodulen gedacht hat. Alles lässt den aktiven Lautsprecher aus der nuPro-Serie in einem sehr guten Licht dastehen. Einzig die Fernbedienung und die komplett fehlende Wireless-Konnektivität schmälern diesen Eindruck. Sie sind zwar jederzeit aufrüst bzw. nachrüstbar, aber eben auch wieder mit weiteren Investitionen verbunden. Hören wir uns jetzt die Nubert A-700 einmal im Klangcheck an. 


 

Praxistest

Bei der Aufstellung wählten wir ein konservatives Stereo-Szenario, mit einem Abstand von ca. 2,20 Meter zwischen den Lautsprechern. Der Wandabstand betrug ungefähr 30 Zentimeter zur Rückwand. Dieser wurde absichtlich etwas geringer gewählt, da das nach unten abstrahlende Bassreflex-System prädestiniert dafür ist. Das Bassverhalten war aber trotzdem nicht ganz unproblematisch, da die großen nuPros sehr kraftvoll zu Werke gehen. Dank des integrierten DSPs war das aber lösbar und nach ein paar Höreindrücken auch unkompliziert einstellbar. Für einen guten Stereoeffekt muss man die beiden Lautsprecher nicht zwingend anwinkeln, das Abstrahlverhalten ist hier sehr breit ausgelegt.

Wo wir sonst auf unsere Referenz-Verstärkerkombination Onkyo P-3000R Vorverstärker und Endstufe Onkyo M-5000R zurückgreifen, brauchen wir diesmal nur einen Zuspieler. Die Wahl fiel auf unseren Onkyo C-N7050 CD-Player mit Netzwerkfunktion, da dieser auch eine Wiedergabe von hochauflösenden Material wie z. B. DSD möglich macht. 

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Filmbetrieb

Für den Filmbetrieb schlossen wir unseren Panasonic Fernseher direkt an die Nubert Lautsprecher an, da wir so auf die integrierten Streamingdienste Netflix und Amazon Prime Video zugreifen konnten. Wir wählten eine ausgewogene Mischung aus Serien und Filmen um den Lautsprechern auch alles abzuverlangen. Schlussendlich fiel die Wahl auf Iron Man bzw. die Szene in der Mr. Tony Stark den Leuten der Army seine neueste Entwicklung, die Jericho vorstellt. Diese Szene haben wir schon unzählig mal gesehen und favorisieren sie gerade wegen dem vorhandenen Tieftonbereich. Somit wurde der Volume-Regler schon etwas höher eingestellt, schließlich hatten wir schon einige Standboxen in unserer Redaktion und wussten ungefähr was passieren musste. Aber die Nubert wollten uns einen fiesen Streich spielen. Die A-700 feuerten den Tieftonanteil dermaßen kraftvoll und impulsiv in unseren Hörraum, dass wir das mit einem kurzen zusammenzucken quittierten.

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Es ist unglaublich in welchen Frequenzbereich diese Standbox vordringen kann, ohne dabei irgendwie überanstrengt zu wirken. Das Bassfundament war knackig, präzise und ließ den so oft gewünschten Subwoofer einfach überflüssig wirken. Diesen ausgewachsenen Tieftonanteil erkauft sich die Box aber auch mit einer starken Anregung des Raums und entstehende Raummoden machen es etwas problematisch. Hier folgte der von uns schon erwähnte Eingriff im DSP und wir mussten den Bassbereich etwas einregeln, auch wenn es richtig Spaß machte. Dem könnte man sicherlich mit akustischen Anpassungen unserer Räumlichkeiten entgegentreten, dass würde an dieser Stelle aber den Rahmen sprengen. Das räumliche Klangbild wurde von uns als sehr ausgeprägt wahrgenommen, Stimmen lösten sich exzellent vom Bild und wurden detailliert und ohne Zschichel-Laute an den Hörer weitergegeben. Musikalische Szenen wurden erstklassig ausstaffiert, das Klangbild wahr sehr ausgewogen und präzise im Timing. Die nötige Filmatmosphäre wurde sehr gut transportiert

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Klangcheck - Musikwiedergabe

220px Robert Plant Carry Fire

Diesmal fangen wir direkt etwas kräftiger an. Mit Carry Fire hat Robert Plant vor kurzem sein elftes Album vorgestellt. Eigentlich wäre aufgrund des 50. Bandgeburstag eine Reunion angebracht, die schon so lange von den Fans gefordert wird. Aber das aktuelle Album wird erstmal mindestens 2018 betourt, somit ist dem erstmal ein Riegel vorgeschoben. Der Frontman der legendären Band Led-Zeppelin kann aber auch alleine mit sehr ausgefallenen Stücken überzeugen. Mit Bluebirds over the mountain gibt es ein sensationelles Duett mit Chrissie Hynde auf der Scheibe, der Frontfrau der Pretenders. Die A-700 transportieren das auch sehr ordentlich. Der einsetzende Bass kommt konturiert beim Hörer an, die Gitarrenriffs wirken wunderbar losgelöst aber integriert in das musikalische Geschehen. Die Violinen sowie die Stimmwiedergabe beider Legenden werden in einer räumlichen Bühne präsentiert, die klar unterstreicht das die Nubert Lautsprecher musizieren können bzw. es verstehen das wiederzugeben. Klasse Einstieg. 

Burlesque Soundtrack CoverAls nächstes möchten wir es etwas ruhiger angehen. Mit Christina Aguilera und dem Song Bound to you müssen die Nubert klar zeigen, dass man auch in den oberen Frequenzbereichen präsent ist. Das Musikstück besteht fast nur aus der Stimme der Ausnahmekünstlerin und wird leicht untermalt von Instrumenten. Genau so würden wir das Gehörte auch interpretieren. Die stimmliche Wiedergabe ist sehr räumlich und klar abgebildet wahrnehmbar, löst sich sehr gut von dem Hintergrundgeschehen ohne dabei den Bezug zu verlieren. Der instrumentale Anteil baut der Lautsprecher wunderbar drum herum und liefert ein sehr klares und vor allem homogenes Klangbild, welches die Emotionen der Künstlerin sehr gut transportieren kann. 

DrDre compton

Da wir ja bei den Nubert zwei Tieftöner zur Verfügung haben, sollten diese auch mal gefordert werden. Hier bietet sich die Hip-Hop Legende Dr. Dre mit dem Track Issues vom Filmsoundtrack "Compton" bestens an. Genug Manpower ist auch vorhanden, denn Ice Cube ist unter anderem auch mit von der Partie. Wie erwartet wird es heftig und die Nubert zeigen was Pegel und Membranauslenkung heißen können. Die Bass ist, um es passenden Jargon zu beschreiben, "derbe fett im Raum spürbar" und lassen die Lautsprecher "krass bangen". Im Ernst, die Nubert zeigen eindrucksvoll was sie im Stande sind zu leisten. Der Track wird sehr druckvoll und mit einem kräftigen und überaus präzisen Tieftonanteil dem Hörer entgegen geschmettert, dass man gar nicht anders kann und seine alten Tanz-Skills, zumindest versucht wieder rauszuholen. Aber auch der restliche Klangeindruck überzeugt und lässt die Protagonisten mit ihren Sprechgesangeinlagen einen würdigen Auftritt im Geschehen. Eine sehr überzeugende Darstellung, auch wenn wir den Bassregler auch hier wieder etwas in der Wiedergabe stutzen mussten, da er einfach zu stark unseren Raum anregte. 


 

Fazit

Die aktiven Nubert nuPro A-700 sind wahrliche „Kraftprotze“ unter den Standlautsprechern. Die Wiedergabequalität ist das K.O. Kriterium eines Lautsprechers und hier haben die Lautsprecher aus der nuPro Serie gezeigt, dass sie genau das verstanden haben. Eine derartig druckvolle Wiedergabe ohne zusätzlichen Subwoofer konnten wir bis dato noch nicht in unsere Redaktion begrüßen. Aber auch die restliche Tonalität geht nicht unter und wird von den Lautsprechern immer richtig dosiert  in das Geschehen eingebunden. Balladen wie auch heftige Rock-Eskapaden stellen die A-700 vor keine Probleme und unterstreichen die Vielseitigkeit der Schallwandler, denn sie konnten in der Filmwiedergabe genauso überzeugend agieren. Der stark agierende Tieftonanteil ist aber auch gleichzeitig etwas problematisch, da er prädestiniert ist für Raummoden, was aber kein direkter Vorwurf an Nubert ist. Denn dank des integrierten DSPs ist das in den Griff zu bekommen und kann auch mit akustischen Maßnahmen in den heimischen Gefilden optimiert werden.

Wo wir direkt bei der technischen Seite der A-700 wären. Die Ausstattung ist üppig, viele Anschlüsse und Möglichkeiten stehen dem Besitzer zur Verfügung. Dazu kommt eine potente Endstufe, die auch Partys in größeren Räumen vor keine Probleme stellt. Die mitgelieferte Fernbedienung ist nicht so nach unserem Geschmack, hier fehlt es unserer Meinung nach einfach an Wertigkeit. Auch hätte eine einfache Bluetooth-Schnittstelle von Hause aus der A-700 gutgestanden.  

Beim Lieferumfang kommt der Hersteller mit einem großen „Gabentisch“ um die Ecke, wir haben ja schließlich bald Weihnachten. Der Lieferumfang fällt erfreulich großzügig aus, Nubert liefert einfach jedes Kabel direkt mit und somit kann man auch gleich loslegen. Bei der Verarbeitung fällt unser Fazit auch recht einseitig aus. "Gelungen" beschreibt es eigentlich völlig. Die hochwertige Verarbeitungsqualität des aufgebrachten Schleiflacks, den es übrigens in Schwarz und Weiß gibt, ist dem Hersteller sehr gut gelungen. Dazu kommt die perfekte Integration der Bauteile in das massive Gehäuse und der für einen sicheren Stand sorgende Standfuß. Das gut lesbare Display fügt sich gut in das etwas technische Erscheinungsbild und bietet eine gut funktionierende und ausreichende Menüsteuerung.   

Der Preis von 1265,- EUR pro Stück ist für das Gebotene als sehr fair einzuordnen. Von unserer Seite aus gibt es eine klare Kaufempfehlung.

 

 

Nubert nuPro A-700 Aktiv-Lautsprecher   
kraftvoller aktiver Lautsprecher mit der extra Portion Tiefton - 11.12.2017

 
   Lautsprecher Testberichte  Hersteller-Homepage  Bei Nubert direkt kaufen  
     Pro   Contra Nubert nuPro A 700 10k  
 
  + erstklassige Verarbeitung / Bauteilintegration
+ hochwertiger Schleiflack 

+ Technikaufbau / Anschlussmöglichkeiten 
+ Tonalität / Klangbild
+ Leistung / Tieftonbereich
+ Lieferumfang
 
- keine Wireless-Konnektivität
- Fernbedienung

 

 

Nubert nuPro A 700 award

 

 

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