Test: KEF EGG

KEF EGG newsHeute im Test haben wir ein kabelloses bzw. digitales 2.0 Musiksystem. Dieses kommt eiförmig daher und soll mit Bluetooth, USB- und AUX-Anschlüssen für alle Geräte eine einfache Plug-&-Play Lösung bieten. Die Rede ist von den neuen KEF EGG, welches vom Hersteller als System für alle Fälle bezeichnet wird. Wie sich das System bei den Verschiedenen Tests geschlagen hat, welche Besonderheiten dieses Gerät verbirgt und welchen Eindruck es in der Redaktion hinterlassen hat, all das und viel mehr klärt der folgende Testbericht.

 

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Lieferumfang

Im Karton, der unerwartet groß für zwei Lautsprecher scheint, kommen die Boxen daher. Zusätzlich dazu befinden sind mit im Karton enthalten eine Schnellstartanleitung, die Sicherheits-/Garantiehinweise, ein Netzteil mit abnehmbaren Stromkabel, ein USB- zu Mini-USB-Anschluss, ein TOSLINK-Optical-Kabel sowie die Fernbedienung für die Einheit. Die Äußere Aufmachung wird im Übrigen auch schon als Design-Element angegangen, was das Packaging dem Kunden erfolgreich suggerieren will.

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KEF EGG im Überblick
Model EGG
Design Zwei-Wege-Bassreflex
Preis ca. 499 EUR
Hersteller-Homepage www.kef.de
Wichtige Features
Treibereinheiten Uni-Q-Treiber
HF: 19 mm belüftete Aluminium-Kalotte
MF: 115 mm Aluminium
Frequenzbereich (- 6dB)
80 Hz - 45 kHz
Frequenzbereich (3 dB)
90 Hz - 33 kHz
Max Ausgabe
95 dB
Verstärker Twin-Class-D
Auflösung bis zu 24 bit
Samplingrate bis zu 96 kHz (abhängig von der Quelldatei)
Wireless-Standard Bluetooth 4.0 mit aptX®-Codec
Analogeingang 3.5mm AUX
Digitaleingänge Mini-USB Type B
Mini-TOSLINK Optical (Combo Jack)
Ausgang Subwoofer-Anschluss
Eigenschaften
Abmessungen (H x B x T)
274 x 136 x 172 mm
Gewicht 2.15 kg pro Lautsprecher
Stromanschluss 100 - 240 VAC 50/60 Hz 
Garantie 2 Jahre Herstellergarantie

 


 

Design und Verarbeitung

Bei der Verarbeitung und der Designgestaltung der Lautsprecher ist es nicht schwer zu erkennen, welche Form der Hersteller im Sinn hatte. Der Name verrät, dass es sich bei dieser Umsetzung um eine Ovale, fast eiförmige Kontur handelt. Diese Form macht die Lautsprecher nicht nur optisch zu einem Blickfänger der sich gut an jede Umgebung anpassen kann, sondern bietet wie auch in der Natur eine gewisse Robustheit. Die Moderne Gestaltung der Hi-Fi-Geräte macht auch bei den Lautsprechern keinen Halt, immer öfters werden Runde oder Ovale formen bei Lautsprechern verwendet, da diese doch oftmals ein besseres Bild im Raum abgeben.

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Das gesamte Gehäuse ist aus einen gehärteten Kunststoff gefertigt. Die Schale in welcher der Lautsprecher seinen Platz findet, besteht aus einem Einzelteil ohne sichtbaren Stöße oder Spaltmaße. Dies ist zum einen vorteilhaft für die Härte des Gehäuses, aber bietet auch einen besseren Spielraum um die Klänge in nur eine Richtung zu schieben: und zwar nach vorne

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Sichtbar wird hier, das einer der beiden Lautsprecher ein Kabel an der Rückseite hat. Dieses muss an den zweiten Lautsprecher angebracht werden und sorgt neben der Stromversorgung, für die Tonausgabe an den linken Treiber. Auf der Rückseite des rechten Lautsprechers befindet sich die Mini-USB-Schnittstelle, ein Subwoofer-Anschluss, der Eingang für die Stromversorgung sowie die Klinke für den zweiten Lautsprecher.

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An der Seite des Lautsprechers befindet sich der AUX-Eingang für 3.5mm Klinke-Anschlüsse. Aber der interessantere Anblick ist von oben, auf die Bedienelemente. Hier ist an der Vorderseite ein schwarzer Empfänger zu erkennen, dieser Empfänger dient der mitgelieferten Fernbedienung um den Lautsprecher bequem aus der Ferne bedienen zu können. Auf der Oberseite sind vier Knöpfe sichtbar: Ein An-/Ausschalter, jeweils einmal ein Knopf um die Lautstärke zu erhöhen oder zu senken, sowie ein weiterer Knopf um die Bluetooth-Verbindung herzustellen.

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Mit 2.15 kg pro Lautsprecher sind diese Schwerer als der Eindruck zu vermitteln mag. Der Standfuß ist als stabil und robust und durch die abgerundete Form können diese fast überall in dem Raum aufgestellt werden. Die Modelle sind in drei verschiedenen Farben erhältlich. Zusätzlich zu der blauen Farbgebung, welches wir hier in der Vorstellung haben, stehen wahlweise noch Schwarz oder Weiß zur Auswahl. Mit der passenden Farbwahl können diese kleinen Boxen sich unauffällig in den Raum einschleichen und für einen abgerundeten Sound sorgen. Als nächstes wird geprüft wie einfach das System sich in Betrieb nehmen lässt und zu guter letzt wie es im Puncto Klang abscheidet.


 

KEF EGG Erstinbetriebnahme

Der Aufbau der Lautsprecher ist eine Angelegenheit von wenigen Minuten. Die Aufgabe, welche wohl die größte Herausforderung darstellt und wahrscheinlich an meisten Zeit konsumiert, ist die Findung des Platzes an dem die Lautsprecher aufgestellt werden soll. Das Einzige was an dieser Stelle stört, ist die geringe Kabellänge zum Verbinden der beiden Lautsprecher. Dieses hätte durchaus ein oder gar zwei Meter länger ausfallen können.

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Sobald ein passender Ort gefunden ist, ist die Verbindung zum Musiksystem schnell hergestellt. Durch die verschiedenen Anschlüsse kann die Station auch als zentraler Medienwiedergabepunkt verwendet werden. So kann z. B. mit dem AUX-Eingang der Sound des TV-Geräts eingespeist bzw. wiedergegeben werden. Der USB-Port kann für die verschiedensten Endgeräte verwendet werden, wie z. B. MP3-Player oder iPods, hierfür wird auch schon das passende Kabel mitgeliefert von USB auf USB-Mini. Um das Ganze abzurunden hat KEF auch einen Bluetooth Empfänger eingebaut. Somit wird auch die Möglichkeit geboten, mit fast jeder Art von mobilen Endgeräten zu kommuniezieren und von dort aus Musik einzuspeisen.

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Die Verbindung per Bluetooth ist schnell hergestellt. Das Gerät muss lediglich mit Strom versorgt werden und der Knopf zur rechten muss Gedrückt werden um die Bluetooth-Funktion einzuschalten, kurz darauf erscheint es auch schon in der Liste der sich in Reichweite befindenden Bluetooth-Geräte. Nachdem die Verbindung hergestellt wurde, kann die Musik wie gewohnt aus der Musikbibliothek abgespielt werden. Auch der Sound aus verschiedenen Apps wird ohne weiteres wiedergegeben, als bestes Beispiel kann an diesem Punkt wohl die Verwendung von YouTube genannt werden um die Vielfallt der Einsatzmöglichkeiten widerzuspiegeln. Als nächstes kommt der wohl wichtigste Punkt des ganzen Berichts und zwar der Klangcheck.


 

Der Sound-Check

Wie auch schon von anderen Kollegen der Redaktion angedeutet, ist die musikalische Richtung und Auswahl der Titel natürlich stark davon geprägt welche Tendenz der jeweilige Verwender des Geräts mitbringt. Um die Musikwahl aussagekräftig zu begründen, wird an dieser Stelle gesagt, dass der Testbericht von einem Schlagzeuger verfasst wurde. Dieses setzt in diesem Fall eine Liederauswahl voraus, die sich in dessen Metier befindet. Aus dem Grund wurde hauptsächlich Rockmusik durch das Lautsprechersystem gejagt. Um die Neutralität aber nicht abzulegen, haben wir uns auch aktuellen Mainstream-Titeln der Pop-Schiene bedient.

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KEF EGG 25Angefangen wird der Klangtest mit dem TV-Gerät. Hier werden die Boxen im Alltag geprüft mit allem was bei einem Fernseher anfällt, seien es Filme, Serien oder auch die Informationssender. Die Wiedergabe ist an diesem Punkt zwar nicht anspruchsvoll, dennoch ist der Sound klar und es kommt nicht das Gefühl auf, das der Ton aus einer bestimmtem Richtung kommt. Die Akkustik wird stets gut im Raum verteilt und kann mit guten Tiefen auch bei Filmen etwas vom „Kinogefühl“ aufkommen lassen.

 

Foo FightersSonic HighwaysBei der Wiedergabe von Musik wird es ein wenig Anspruchsvoller. Angefangen mit der Wiedergabe der Foo Fighters Schallplatte „Sonic Highways“ wird direkt ein Schwergewicht-Kandidat ausgesucht. Nicht nur das die Musik anspruchsvoll ist und sowohl viele Tiefen wie auch Höhen bietet, auch der typische metallische Sound der von einer Platte erwartet wird muss wiedergegeben werden. Bei diesem Test haben die Lautsprecher schon mal Ihr Können unter Beweis gestellt. Die tiefen Passagen werden sehr sauber und klar wiedergegeben und der erwartete Klang eines Vinylträgers wird sehr gut widergespiegelt. Ein wenig Power hat in dem mittleren Frequenzbereich gefehlt, dennoch ist der Sound für die Größe der Boxen überdurchschnittlich gut und alles ist klar, scharf und deutlich zu hören.

 

Kings of Leon Mechanica BullAls nächstes sollten die „Kings of Leon“ durch die Lautsprecher dröhnen. Als Quelle kam einmal mehr TIDAL zum Einsatz, bei dem wir uns beim Album "Mechanical Bull" bedienten. Die Quelldatein wurden an dieser Stelle mit 1032 kbit/s bzw. im .FLAC-Format abgespielt. Die Auswahl fiel dahingehend, da der oben genannte Schlagzeuger / Redakteur bei der dazugehörigen Tour im Los Angeles Hollywood Bowl damals persönlich anwesend sein durfte. Da der Sound der Band eher in die Richtung Indie Rock geht, sind hier vor allem viele tonale Elemente untergebracht die nicht jedes System sauber wiedergeben kann. Bei diesem Test hat das Gerät es dennoch geschafft, den Zuhörer kurzzeitig zurück an den Ort des Geschehens zu bringen. Dadurch das es kein Studiosound ist bei welchen die Bässe verstärkt werden oder die Höhen verzerrt sind, ist der Klang sehr natürlich und kann optimal von den Lautsprechern wiedergegeben werden. Im Grunde genommen eine sehr natürliche und auch zugleich ehrliche Wiedergabe der Lautsprecher.

 

calvin harris rihanna this is what you came forZu guter Letzt wird auch ein Titel angespielt der etwas basslastiger ist. Hierfür wird der aktuelle Titel von Calvin Harris mit Rihanna herangezogen, „This is what you came for“. Dieser typische Tropical House Sound hat es in sich und die Erwartungshaltung fällt eher in eine Richtung aus, das diese relativ kleinen Lautsprecher diesen nicht akkurat wiedergeben könnten. Falsch! Erstaunlicherweise haben diese kleinen Wunder genug Dampf um nicht nur die tiefen Bässe ordentlich rauszudrücken, auch die Höhen dieses Lieds scheinen fast wie gemacht für diese Boxen zu sein. Für alle jenen die dennoch mehr Tiefen haben möchten, steht natürlich auch noch ein Subwoofer-Output bereit. Nach der erstaunlichen Leistung dieser kleinen Wundereier kommen wir anschließend zu dem Fazit.

 


 

Fazit

Das KEF EGG Lautsprechersystem hat sich am heutigen Tage bei der Redaktion beliebt gemacht und dies nicht nur durch den passenden Namen sowie der ungewöhnlichen Form für Lautsprecher. Mit einer erstaunlichen Menge an Leistung die sich in diesen kleinen EGGs versteckt hält, konnte der Sound fast durchgehend überzeugen. Von Tropical House bis hin zu Indie Rock und der Königsklasse Schallplatte in Verbindung mit Rockmusik, hat dieses Gerät eine gute Leistung erbracht. Was viele Käufer zunächst abschrecken könnte ist der relativ hohe Preis, aber für diejenigen die nicht am Klang sparen möchten, nicht viel Platz für eine große Anlage verschenken wollen und Wert auf die optische Umsetzung sowie qualitative Verarbeitung einer Anlage legen, sind mit diesem System gut ausgestattet. Gerade letzteres ist es, was KEF von vielen anderen Herstellern abhebt, wie wir zuletzte mit dem KEF MUO festgestellt haben.

Abschließend kann nur gesagt werden, dass dieses System durchaus viele Vorzüge hat. Seien es die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten, das Design und die hochwertige Verarbeitung, der Formfaktor der Geräte der es einen ermöglicht diese „fast“ überall aufzustellen oder der Klang der erstaunlich klar und durchdringend für diese Lautsprechergröße daherkommt. Wer auf den Geschmack gekommen ist, kann für rund 499,- EUR in die Welt der KEF EGG eintauchen, bzw. direkt bei Amazon kaufen.

 

 

KEF EGG
kleine Leitungswunder im ansprechenden Design - 20.07.2016

 
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   Pro  Contra  
 

+ kleines, ansprechendes Design
+ Bluetooth aptX®
+ Micro-USB- und Klinken-Kabel (AUX)

+ hochwertige Verarbeitung
+ sauberer Sound

- Verbindungskabel könnte länger sein
- Preis könnte auf dem ersten Blick abschrecken

 

 

KEF EGG Award 07 2016 klein 

 

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