Test: Monster DNA Laser Blue

monster-dna-newsbildDieses mal haben wir ein richtiges Monster in der Redaktion - nein, kein Biest oder Werwolf, sondern den Monster DNA Laser Blue Kopfhörer. Monster gibt es schon seit dem Jahre 1979, in dem Noel Lee ein spezielles Kabel erfand, dass er Monster Cable nannte. Ab dann enstand ein Unternehmen mit mehr als 4000 Produkten, dass bis heute durch den Verkauf von Kabeln und weiteren Elektroprodukten lebt. Doch nicht nur Kabel, auch hochwertige Kopfhörer stehen im Produktportfolio des Herstellers. Einen davon haben wir aktuell in unserer Redaktion - also ab in den Testbericht, in dem wir den DNA-Kopfhörer auf Herz und Nieren testen wollen.

 

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 Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Monster.

 


 

Der Lieferumfang

Schon vorab lässt sich sagen, dass die Verpackung des Kopfhörers sehr hochwertig gestaltet ist. Die Dicke des verarbeiteten Kartons ist stabil und fühlt sich gut an. Das Äußere zeigt sich in Form von Produktbildern, Features und weiteren Hinweisen. Öffnen lässt sich das Ganze durch eine magnetische Klappe auf der rechten Seite. Auf der Innenseite der Klappe befinden sich dann in einem Fach einige Bedienungsanleitungen und Garantiehinweise. Im eigentlichen Inneren des Kartons erwartet einen erstmal ein schwarzes Schaumstoffteil. Unter dem zeigt sich dann eine englische Notiz von Noel Lee, dem "Head Monster", an den Käufer. Für unsere französischen Freunde gibt es diese Nachricht auch nochmal auf der Unterseite.

 

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Zum leichteren Entpacken kann man diese auch einfach herausziehen und kommt somit an den Kopfhörer. Das Schmuckstück befindet sich zusammengeklappt in einer Kunststofffassung. Darüber und darunter sind zwei weitere Verpackung aus Karton, die zwei Klinkenkabel, ein Reinigungstuch und eine Transporttasche enthalten.

 

Typ:

Bügelkopfhörer

System:

OnEar

Frequenzbereich:

20 - 20.000Hz

Weitere Features:

ControlTalk-Kabel für Apple-Geräte

3,5mm "MusicShare"-Kabel

 

Der erste Eindruck

Als wir schon die Verpackung vom Monster DNA in den Händen hatten, waren wir positiv gestimmt. Nicht oft sieht man so eine massive Kartonverpacklung, die zudem schick aussieht, top verarbeitet ist und mit dem Magnethalter sowie der kleinen Lasche toll zu Öffnen ist. Im Inneren geht das Spiel dann weiter, die Bedienungsanleitungen sind in einem extra Fach deponiert und fallen nicht sofort aus der Verpackung. Durch den Schaumstoffeinsatz ist im eigentlichen Karton alles gut geschützt. Zwar ist der sich darunter befindende Brief auf Englisch, die Wendung an den Käufer finden wir jedoch lobenswert und ein Zeichen von Qualität. Das eigentliche Produkt befindet sich nochmals darunter und lässt sich einfach herausnehmen. Man muss keine lästigen Plastikfolien entfernen oder irgendwelche Tüten aufreißen. Das passiert dann jedoch in den beiden Kartonagen mit den Klinkenkablen und dem weiteren Zubehör. Hierbei reißen die Verpackungen schnell ein, auch die Folien lassen sich eher zerreißen als behutsam mit dem Klebeband öffnen.

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Als wir die volle Montur jedoch in den Händen hatten, wollten wir die Sachen gar nicht mehr loslassen. Zwar ist der DNA Laser Blue kein High En+d-Kopfhörer, für den ein oder andenren Nutzer jedoch ein sytlisches Accessoire mit gutem Sound. Dem Trend von Dr Dre und seinen "Beats" folgend, wird auch beim DNA auf Design und hohe FUnktionalität geachtet.

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Matter Bügel, glänzende Treiberabdeckung, knallige Farben, einklappbare Höhrer, zwei Klinkeneingänge, Mikrofaser-Putztuch und eine Transporttasche aus Stoff. Umgesetzt mit dem Slogan auf der Vepackungsrückseite: "Your Tracks. Your Sound. Your Style. Your DNA.". Nun wollen wir jedoch nicht zu euphorisch werden, denn eigentlich geht es um den Sound und die Funktionalität, den der DNA-Kopfhörer abliefert. Dazu mehr im folgenden Praxistest.

 


 

Der Praxistest

Äußerlich sind die DNA in Laser Blue schön gestaltet worden und bieten mit dem zweifarbigen Design einen tollen Farbkontrast. Der Bügel ist mattschwarz lackiert worden, die Abdeckungen der Treiber bestehen hingegen aus einem glänzenden Kunststoff in Anthrazit. Fingerabrücke sieht man hier somit auf den ersten Blick. Auch deswegen liefert Monster ein Mikrofasertuch mit, um solche zu entfernen. In der Mitte der Treiberabdeckungen sind jeweils ein Logo der DNA-Reihe in Form eines geriffelten Aluminium-Aufklebers auf mattem Kunststoff-Untergrund. Mit der glänzenden Umrandung sieht das Ganze sehr schick und hochwertig aus.

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Die "Innenseite" des Kopfhörers und somit auch die Ohrpolster sind im sogenannten "Laser Blue" gestaltet worden. Dieser Blauton bringt etwas mehr Knall in das sonst recht langweilige "Mainstream-Schwarz". Mit diesem Kopfhörer fällt man definitiv auf, wenn man unterwegs ist. Ein weiteres Feature des DNA sind die einklappbaren Ohrmuscheln, die man nacheinander bis zum Bügel umklappen kann. Dazu kommt noch die Möglichkeit, sie weiter aus dem Bügel herauszuziehen, um so auch Leuten mit größeren Köpfen perfekten Halt bieten zu können. Zwar ist der Mechanismus stabil konzipiert, beim genaueren Betrachten fiel jedoch auf, dass die Drehmodule aus Kunststoff bestehen. Die Gefahr des Abbrechens ist somit recht hoch. Dafür ist jedoch die längliche Erweiterung beim Runterziehen aus Aluminium und sorgt somit für ein höhere Haltbarkeit des Mechanismus.

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Bei vielen Kopfhörern wird explizit die Beweglichkeit des Bügels hervorgebracht, somit wollten wir auch beim DNA mal schauen, wie stabil dieser ist. Zu unserem Erstaunen ist der Kopfhörer sehr beweglich, das heißt man kann die beiden Ohrmuscheln um bis zu 70 Grad nach vorne oder hinten verdrehen und verbiegen. Natürlich sollte man das nicht jederzeit machen, dennoch zeugt das von einer robusten Bauweise.

 

Tragkomfort

Nun zum Komfort des Kopfhörer, denn der ist neben dem Aussehen und dem Sound ein entscheidendes Kaufkriterium.  Beim DNA ist der Tragekomfort anfangs gut, nach einger Zeit - bei uns waren es so ca. 50-60 Minuten - merkte man jedoch ein drückendes Gefühl auf den Ohren. Durch die Bauweise eines "OnEar"-Kopfhörer wird der Druck der beiden Polster direkt auf die Ohrmuschel projeziert, was wie schon erwähnt nach einiger Zeit unangenehm werden kann. Durch eine kleine Pause, in der man den DNA kurz abnimmt und die Ohren etwas bewegt, kann man wieder für einige Zeit Musik genießen. Insgesamt ist der Tragekomfort des DNA ganz gut, lediglich das Polster am Bügel könnte deutlich dicker und bequemer sein.

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Ein weiteres Feature ist das ControlTalk-Kabel, mit dem man, falls man ein Apple-Produkt besitzt, dass die dafür richtige Firmware installiert hat, Anrufe und Musik kontrollieren kann. Bei uns hat das Ganze auch bei einem Galaxy S3 funktioniert, jedoch nur, wenn das Display eingeschaltet war. Auch der mitgelieferte Tranportbeutel ist zu erwähnen. Aus einer Kunstleder-Stoff-Mischung gefertigt fühlt er sich gut in der Hand an und nimmt den Kopfhörer gut auf. Für Reisen ist diese Tasche eine gute Sache und verhindert Beschädigungen am Kopfhörer. Durch ein Band kann man den Beutel zudem zuziehen.

Ebenso toll finden wir die Möglichkeit, durch ein zweites mitgeliefertes AUX-Kabel und einen zweiten Klinkeneingang am DNA einen weiteren Kopfhörer mithören zu lassen. Somit können zwei Personen beziehungsweise zwei Kopfhörer die Musik gleichzeitig genießen. Der zweite Klinkenanschluss ermöglicht außerdem die Wahl des Kabelplatzes, wenn man alleine die Musik genießt. Je nachdem ob man das Smartphone links oder rechts in der Hosentasche hat, kann man das Kabel links oder rechts einstecken. Funktionieren tut beides sehr gut.

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Soundcheck

Nun jedoch nach all den Features zum entscheidenden Kriterium bei einem Kopfhörer - dem Sound. Dieser ist beim DNA durchwegs gut. Er bietet sanfte Höhen, ausgeglichene Mitten und kraftvolle Tiefen. Auch der Bass ist spürbar, jedoch nicht so sanft wie wir es uns gewünscht hätten. Auch hier kommen die Schwingungen zu drückend im Ohr an. Aufdrengend ist der Bass in diesem Fall aber auf keinen Fall. Jede Frequenz kommt zur Geltung und das noch so kleinste Detail, dass man bei Kopfhörer unter 150 EUR nicht hört, wird hier glasklar wiedergegeben. Auch die Gesamtlautstärke weiß zu überzeugen, für normales Musikhören in einer ruhigen Umgebung benötigt man lediglcih 30-40% davon. In der S-Bahn, dem Bus oder auf einer vollbefahrenen Straße dann schon über 50%. Vorteilhaft ist des Weiteren die Polsterung die neben einem doch weichen Komfort auch einen guten Job in Sachen Dämmung macht. Insgesamt hinterlässt der DNA in der knalligen Farbkombination einen positiven Eindruck mit einigen Verbesserungsvorschlägen und Kritikpunkten. Unser abschließendes Fazit könnt ihr auf der nachfolgenden Seite lesen.

 


 

Fazit

Angefangen hat es mit den stylischen Kopfhörern bei Dr. Dre und seinen Beats, doch auch weitere Musik-Stars sowie Technik-Ikonen folgten dem Rapper und gründeten oder entwickelten Design-Kopfhörer. Neben Ludacris und 50 Cent auch Noel Lee, der mit seiner Marke Monster die DNA-Reihe erschuf. Der hier getestete DNA fällt vor allem durch die knallige Farbkombination auf und kann mit einem durchwegs anständigen Sound überzeugen. Höhen, Mitten und Tiefen kommen super rüber und geben dem Hörer einen wundervollen Klang. Natürlich kann dieser Kopfhörer nicht in der obersten Klasse mitspielen, zeigt aber eine gute Leistung. Auch wenn der Bass recht ordentlich durchdringt, spürt man ihn eher gedrückt als schön sanft. Hier könnte man nochmal etwas feiner am Sound arbeiten. Von der Verarbeitung her ist den Jungs bei Monster gute Arbeit gelungen, auch die Verpackung ist erste Sahne. Der Lieferumfang ist zudem sehr gut und umfangreich gestaltet.

 

Bei einem Preis von 160€ wäre das aber auch gerechtfertigt, das Geld ist der Kopfhörer jedoch wert. Vor allem wenn man nach einem stimmigen Design und durchwegs guten Sound sucht. Den DNA von Monster gibt es neben der Variante "Laser Blue" auch noch in 12 weiteren Farben. Unter anderem Schwarz in Kombi mit Weiß, Camouflage, Pink und vielem mehr. Preislich liegt der Kopfhörer bei aktuell 160 EUR Bei Amazon ist der DNA in vielen Farben auch verfügbar.

 

Monster DNA Laser Blue
Design-Kopfhörer in knalliger Farb-Kombination, 05.11.2014
Kopfhörer-Testberichte Hersteller-Homepage Bei Amazon kaufen
Pro Contra   fazit-mini

+ Gutes Klangbild
+ zwei Klinkenanschlüsse
+ Controll-Talk-Kabel
+ AUX-Anschlusskabel
+ umfangreicher Lieferumfang
+ Erstklassige Aufmachung / Haptik


- Teilweise zu basslastiger Sound
- Tragekomfort könnte besser sein

 

Durch den grundlegend guten Sound, die gute Verarbeitung und die weiteren positiven Punkte verleihen wir dem DNA von Monster den begehrten HiFi-Journal.de Silber-Award. Verbesserungsvorschläge, Kritik oder weitere Anmerkungen können gerne im Forum oder direkt unter diesem Testbericht geäußert werden.

 

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