Test: Onkyo Envision Cinema LS3200

Onkyo LS3200 EinleitungOnkyo hat uns mit dem LS3200 ein erst kürzlich vorgestelltes 2.1-Heimkino-System zukommen lassen. Mit der genauen Bezeichnung Envision Cinema LS3200, bietet man ein kompaktes Lautsprecher-Setup an, welches nicht nur mit der eigenen Fernbedienung sondern auch durch die TV-Remote gesteuert werden kann. Zusätzlich gibt es mit Bluetooth noch die Möglichkeit, Musik über sein Smart Device abspielen zu lassen. Onkyo packt dem System zwar eine Steuerungseinheit dazu, der Subwoofer verbindet sich allerdings kabellos zum System. Das sind aber nur ein paar der Features, die die Anlage zu bieten hat, die volle Auflösung gibt der nachfolgende Artikel.

 

Onkyo LS3200 Opener 

 

Lieferumfang

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Onkyo verpackt das System sehr kompakt in einen weiß-schwarzen Karton. Der Lieferumfang besteht dabei aus dem Lautsprecher-System, einigen Kabeln sowie der Fernbedienung und einer Gebrauchsanweisung.

 

Onkyo Envision Cinema LS3200
Typ  2.1 Heimkino-System
Preis
 399 EUR (UVP)
Hersteller-Homepage  www.onkyo.de
Steuerungseinheit
Ausgangsleistung  20 W / Kanal
Eingangsempf. und Impedanz  200 mV / 47 kΩ (Line)
Frequenzbereich  50 Hz - 20 kHz
Lautsprecherimpedanz  4-8 Ω
Abmessungen  187 x 32 x 120 mm
Gewicht  0,3 kg
Lautsprecher
Typ  Vollbereich, geschlossen
Treiber
 2x 65 mm Konus / Satellitenlautsprecher
Frequenzbereich  200 Hz - 20 kHz
Ausgangs-Schalldruckpegel  86 dB/m/W
Nennimpedanz  4 Ω
Abmessungen  169 x 78 x 108 mm (mit Standfuß)
Gewicht  0,784 kg
Subwoofer
Typ  Bassreflex-Lautsprecher, aktiv
Treiber  160 mm Konus
Frequenzbereich  40 Hz - 200 kHz (direkt)
Nennausgangsleistung  50 W (4 Ω, 100 Hz)
Abmessungen  261 x 337 x 269 mm
Gewicht  5,8 kg

 


 

Das Äußere - Design und Features

Aussehen ist immer eine Frage des eigenen Geschmacks, der Eine steht lieber auf ein verspieltes Design während andere eher auf schlichte Eleganz schwören. Onkyo hat uns mit einem Mix aus hochwertigen Materialien und matten sowie glänzenden Kunststoff überrascht - der Hersteller zeigt sich mit dem Envision Cinema LS3200 also sehr elegant. Das Heimkino-System besteht aus einer Steuerungseinheit, an der zwei Lautsprecher und ein Subwoofer angeschlossen werden. Während die Boxen mit einem Kabel angebunden werden, verbindet sich der Subwoofer kabellos und braucht lediglich eine Stromquelle. Gesteuert wird das System über eine Fernbedienung, die mit im Lieferumfang enthalten ist. Je nach Fernseher kann man die Lautsprecher allerdings auch mit der TV-Remote bedienen, dafür muss der TV die Steuerungseinheit dann unterstützen.

Onkyo LS3200 Testaufbau 1 

Die Satellitenlautsprecher lassen sich beispielsweise hochkant oder vertikal aufstellen sowie an der Wand montieren. Der Hersteller liefert dazu ein kurzes Sicherungsseil mit. Sollte man sich dafür entscheiden die Boxen auf einen TV-Tisch zu stellen, gibt es die Möglichkeit den Fuß in zwei Winkeln anzustecken. In der ersten Position schauen die Treiber waagerecht nach vorne, die andere Position richtet die Lautsprecher etwas höher nach oben. Wer Hilfe beim Aufbau braucht, findet den Rat im Handbuch. Hier werden alle Details verständlich erklärt, das System ist so schon nach kurzer Zeit betriebsbereit.

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Fangen wir mit der "Box" an, die das System kontrolliert und steuert. Alle Kabel, sowohl vom TV als auch den Boxen, laufen hier zusammen. Auch die Fernbedienung und der Subwoofer verbinden sich mit der Steuerungseinheit. Onkyo hat sich hier für ein mattschwarzes Design entschieden, dass vorne durch eine glänzende Partie abgerundet wird. Das Gerät ist flach und handlich. Mittels Bluetooth-Schnittstelle kann der Nutzer Musik vom Handy oder Tablet auf den Boxen abspielen. Trotz der Kategorie "Heimkino", gehen die Möglichkeiten über das designierte Einsatzfeld hinaus. Auf der Oberseite befinden sich der Power-Button, die Lautstärkeregelung und ein Knopf für die Bluetooth-Anbindung. Die Anschlüsse für die Stromversorgung und alle Audio-Kabel sind auf der Rückseite.

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Kommen wir zu den Satellitenlautsprechern, denen Onkyo ein wirklich edles Aussehen verpasst hat. Ein ovales, abgerundetes Design mit glänzendem schwarzen Kunststoff auf der Ober- und Unterseite. Die Front ist mit Meshgitter geschmückt, während man bei der Rückseite wieder auf mattschwarzem Kunststoff trifft. Die beiden 65mm Treiber sitzen hinter dem Frontgitter und sind leicht zur Seite geneigt, der Sound soll so nicht zu linear nach vorne abstrahlen. Beide Boxen verfügen somit jeweils über zwei Treiber was insgesamt vier 65mm Konus-Treiber für das System bedeutet. Der Anschluss für das Lautsprecherkabel ist auf der Rückseite, auch die Eingänge für den Fuß sind hier untergebracht.

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Der Subwoofer ist massiv konstruiert worden und braucht lediglich ein Stromkabel für den Betrieb. Die Verbindung zur Steuereinheit passiert kabellos - praktische Sache! Auch hier wendet man wieder einen Mix aus matter und glänzender Oberfläche an, besonders beim Subwoofer kommt das schlichte, hochwertige Design zur Geltung. Durch die externe Steuereinheit müssen hier nicht alle Kabel angeschlossen werden, wie es bei anderen Systemen oftmals der Fall ist. Der Subwoofer besitzt dadurch ein sehr eigenständiges Aussehen. Die Rückseite besitzt so außer dem "AC Input" und einem Link-Knopf, nur noch Luftschlitze und einen Aufkleber mit Produktinformationen. Der Hersteller verbaut hier einen aktiven 160mm Konus-Treiber mit Bassreflex, der auf der Unterseite zum Boden hin installiert wurde. Die Nennausgangsleistung beträgt dabei 50W bei 4 Ohm und 100Hz. 

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Onkyo hat sich beim LS3200 sehr viel Mühe gegeben, sowohl beim Design als auch bei der Ausstattung. Auf der nächsten Seite geht es mit dem Praxistest weiter, auch ein Klangcheck und die Bedienung sind da von Bedeutung.

 


 

Der Praxistest

Die Produktqualität ist ist als sehr gut zu bezeichnen. Neben den wertigen Materialien stimmt vor allem der Mix aus matten und glänzenden Oberflächen. Zwar bekommt das Auge selten Metall zu sehen, dafür ist der verwendete Kunststoff exellent eingearbeitet worden. Natürlich ist das System nicht im High-End Bereich angesiedelt, trotzdem hat man sich Gedanken gemacht und liefert insgesamt eine tolle Performance. Sowohl bei den Satelliten als auch dem Subwoofer sind kleine Gummipads vorgesehen. Diese sollen Vibrationen verringern und für mehr Schwung im Klang sorgen. Der Aufbau funktioniert einfach und geht mit etwas technischem Know-How leicht von Statten. Auch das Handbuch kann dabei gut helfen.

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Handling und Bedienung

Die Bedienung des System ist sehr einfach gestaltet. Die Fernbedienung beinhaltet alle nötigen Funktionen, diese sind übersichtlich geordnet und leicht zu verstehen. Neben einem Powerbutton gibt es einen Lautlos-Knopf, zwei Buttons zum Wechseln zwischen TV und Bluetoot, Lautstärkeregeleung sowie einen Bassregler und einen Button für den Sound-Mode. Sehr sinnvoll erscheint an dieser Stelle die Bassregelung, da man so (vor allem bei Bluetooth) keinen Equalizer braucht, wenn man den Subwoofer regeln möchte. Auch beim TV ist das eine nette Option. Etwas fraglich finden wir die Sound Modes, denn davon stehen nur zwei zur Auswahl - Normal und Voice. Es lies sich kaum einUnterschied ausmachen und durch eine fehlende Anzeige weiß der Nutzer nicht, welcher Mode gerade aktiv ist. Schade ist außerdem, dass die Steuereinheit nicht mit dem im Testsystem genutzten SmartTV (Samsung UE39F5370SS) funktionierte, hier kommt es auf eine Kompabilität mit der Einheit an. So hätte man auf die kleine Fernbedienung verzichten können und mit der TV-Remote die Lautstärke kontrollieren können. Allerdings wäre mit der Fernsehfernbedienung dann die Basskontrolle weggefallen.

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Klangcheck

Was das Klangerlebnis betrifft, bietet Onkyo hier für ein System dieser Klasse ein beachtliches Ergebnis. In erster Linie machen die Boxen den Klang des Fernsehers um einiges wärmer, deutlicher und breiter. War der Actionfilm vorher sehr dumpf und hochtönig, so kommt mit dem LS3200 richtig Kraft mit tiefen Tönen herüber. Dafür sorgt nicht nur der Wireless-Bass, auch die beiden Satelliten-Lautsprecher machen den Filmabend um einiges spannender. Durch zwei Boxen wird aus einem monotonen und blechernden TV-Sound ein schicker Stereo-Klang, dazu kommen die leicht nach außen hin geneigten Treiber, welche das Klangfeld nochmal etwas verbreitern.

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Das System macht allerdings nicht nur in Verbindung mit dem TV Spaß, auch per Bluetooth und einem Handy kann man Musik wunderbar genießen. Satte Bässe, die man dazu noch regeln kann, fetzige Tiefen und Mitten sowie angenehme Höhen. Man kann sich das LS3200 also auch mal für die eigene Party einpacken und damit für guten Sound sorgen. Insgesamt stimmt der Eindruck des Systems also - gute Qualität mit tollem Sound. Auf der nächsten Seite geht es zum Fazit und unserer abschließenden Meinung.

 


 

Fazit

Das Envision Cinema LS3200 ist eine tolle Möglichkeit den Sound des Fernsehers aufzuwerten und den Klängen mehr Tiefe und Volumen zu verleihen. Den blechernden, sehr monotonen und "kühlen" Klang des TV-Geräts, konnten wir durch durch das vorgestellte Onkyo-Setup kraftvoll aufwerten. Je nach Bass-Level bieten die Boxen einen hervorragende Klangbühne - sowohl für Filme, TV als auch über Bluetooth. Dies gilt aber immer noch in Relation zur Größe und Volumenen der Komponenten zu sehen. Das Heimkino-System bietet eine makellose Verarbeitung und kommt in einem schicken schwarzen Design daher. Onkyo hat sich hier viel Mühe gemacht und bietet einen Mix aus glänzenden und matten Kunststoffoberflächen. Besonders die Satellitenlautsprecher sind durch ihre ovale Form und das Meshgitter in der Front sehr elegant.

Die Steuereinheit ist kompakt und bietet neben einem Startbutton auch eine Lautstärkeregelung und ein Bluetooth-Knopf. Beides kann man allerdings auch mit der beigelegten Remote machen, die sogar noch über einen Lautlos-Modus, eine Bass-Regelung und einen Button für den Sound Mode verfügt. Bei letzterem konnten wir leider keinen Unterschied zwischen "Normal" und "Voice" erkennen, eine Anzeige mit dem atkiven Mode wäre da hilfreich. Dafür ist die Regelung des Subwoofers sehr sinnvoll und ermöglicht eine schnelle Einstellung vom Bass.  Die Bluetooth-Verbindung zum Gerät ist schnell etabliert und bietet genügend Reichweite um selbst noch im Nebenraum mit dem Abspielgerät sein zu können. Die Sound-Qualität hat dabei nicht nachgelassen und war stets konstant. Wahlweise können die Satelliten selbst stehen oder an der Wand montiert werden, im Zusammenspiel mit einem ebenfalls wandmontierten TV kann dieser Aufbau dann einiges hermachen.

Zum Preis von rund 350 EUR bekommt man also ein hochwertiges 2.1 Heimkino-System mit Wireless-Subwoofer, Bluetooth-Verbindung, Bass-Regelung und tollem Stereo-Sound. Das LS3200 spielt zwar nicht in der obersten Liga mit, aber um einen besseren und kräftigeren Sound am Fernseher genießen zu können, ist es das System wert. Zudem man noch Musik per Bluetooth darüber hören kann. Die Lautsprecher-Combo ist auch bei Amazon erhältlich.

 

 

Onkyo Envision Cinema LS3200
Heimkino-System mit Bluetooth-Anbindung und Wireless-Subwoofer - 15.12.2015

 
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   Pro  Contra    
  + Verarbeitung/Qualität
+ Klangsprektrum
+ leichter Aufbau
+ Wireless-Subwoofer
+ Bluetooth-Verbindung
+ Bass-Regler
+ viel Zubehör im Lieferumfang
+ satter Sound für diese Preiskategorie
- Sound Mode nicht ersichtlich
- nicht jeder TV unterstützt Steuereinheit






Onkyo LS3200 Fazit  

 

 

gold

 

 

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