Test: Onkyo TX-8150 Netzwerk Stereo Receiver

Onkyo TX 8150 newsErst vor kurzem musste sich der Onkyo CP-1050 Plattenspieler im Praxistest beweisen, was er auch mit einem positiven Ergebnis machte. Ohne Verstärker ist dieser ab nicht nutzbar, passend dazu hat Onkyo den Stereo Receiver TX-8150 im Portfolio. Dieser möchte mit einer großzügigen Netzwerkausstattung wie z. B. einer DLNA-Unterstützung und einer weitreichenden Konnektivität mit Bluetooth, WiFi und AirPlay punkten. Zusätzlich bietet er den mittlerweile selten gewordenen Phono-Eingang und eine Steuerung über eine iOS- bzw. Android-App. Ob der Onkyo TX-8150 Stereo-Netzwerk-Receiver an den sehr guten Eindruck des Plattenspielers anknüpfen kann, klärt der nachfolgende Testbericht.

 

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Lieferumfang

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Die Verpackung schützt den hochwertigen Stereo- Receiver ausreichend gegen Umwelteinflüsse und Beschädigungen.     

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Im Lieferumfang befindet sich alles, um mit der Installation des Receivers direkt loslegen zu können. Die mitgelieferten Batterien stecken auf dem Foto schon in der Fernbedienung, wir konnten es eben kaum abwarten. Etwas mehr als 500 EUR muss der geneigte Käufer für das Gerät auf den Tisch legen. Nachfolgend noch alle wichtigsten Eckdaten:

 

Onkyo Onkyo TX-8150 im Überblick
Ausgangsleistung  135 W/Kanal 6 Ohm
Preis
 515,- EUR
Hersteller-Homepage  www.onkyo.de
Frequenzgang  10Hz - 100KHz
Lautsprecherimpedanz  4 Ohm - 16 Ohm
D/A Wandler  384-kHz/32 Bit-DA-Wandler AKM AK4452
Konnektivität  Wi-Fi, Bluetooth und AirPlay
Streamingdienste  TuneIn, Spotify und Deezer vorinstalliert
Audioeingänge  4x digital (2x optisch 2x coaxial)
 6x analog (ohne Phonoeingang)
 1x Phono-Eingang (MM)
Tuner  UKW/DAB/DAB+ Tuner mit 40 Senderspeicher
 
Abmessungen  435x 149x 328mm (B x H x T)
Gewicht  8,6 kg
Garantie  2 Jahre

 


 

Das Äußere - Design und Features

Wie es sich für ein HiFi-Gerät gehört und was in einer wohnlichen Umgebung meist seinen Platz findet, hat Onkyo die Optik des Receivers edel aber dezent gehalten. Die Front verziert eine hochwertige gebürstete Aluminiumplatte, auf der die Features des Receivers noch einmal dezent optisch aufgeführt sind. Das Chassis besteht aus schwarzem Stahlblech und fügt sich sehr gut in die gesamte Erscheinung ein. Die Bedienungsknöpfe sind aus Kunststoff, wirken durch Ihre Aluminium-Optik aber hochwertig und bieten eine angenehme Haptik.

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Das Bedienfeld in der Front beinhaltet alle Funktionen um den Stereo-Receiver auch ohne Fernbedienung durch die Tiefen der verschiedenen Menüs zu steuern. Der USB-Anschluss entspricht dem veraltetem USB 1.1 Standard und angeschlossene Speichergeräte werden nur mit dem FAT16 bzw. FAT32 Dateisystem erkannt. Nicht kompatible USB-Speichergeräte quittiert das Display mit der Meldung "No Storage". HiRes Audiodateien können auch über den USB-Anschluss wiedergegeben werden, wenn sie in dem Format WAV, FLAC oder DSD vorliegen. Bei WAV ist über den USB-Anschluss mit bis zu 96kHz/24bit, FLAC 192 kHz/24bit und DSD mit bis zu 2,8 MHz eine Wiedergabe möglich.

Zusätzlich bietet der Onkyo Receiver mit der Pure-Audio Taste dem Hörer die Möglichkeit, seine Musik ohne Klangregelungsverarbeitung seitens des Onkyo wiedergeben zu lassen. Ist diese Funktion aktiv, wird es durch eine blau leuchtende LED signalisiert und die Regler Bass bzw. Treble sind deaktiviert. Da eine Beschallung in mehreren verschiedenen Räume heutzutage an der Tagesordnung ist, können zwei getrennte Boxenpaare angeschlossen werden. Für die Schaltung zwischen den beiden Paaren ist die Taste Speaker A/B zuständig. Als letzter Punkt sollten noch die vier Stationsspeichertasten auf der rechten Seite erwähnt werden. Hier kann man seine Lieblings- Internetradio- oder Radiosender speichern, dabei ist es egal ob die Quelle DAB oder FM ist. Die restlichen Tasten sollten selbsterklärend sein und benötigen keiner genauen Erklärung.  

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Auf der Rückseite finden sich neben vier digitalen Eingängen, noch zwei optisch sowie zwei coaxiale. Des Weiteren werden noch sechs analoge Eingänge zu Verfügung gestellt. Nettes Feature ist die "Wakeup" Funktion des optischen Eingangs mit der Beschriftung Game. Hier wird der Receiver automatisch eingeschaltet, sobald ein Signal über diesen Anschluss geschickt wird. Zusätzlich ist eine Phono-Eingang für MM Tonabnehmer-Systeme untergebracht, mit dem dazugehörigen GND-Anschluss für den Erdungsleiter. Der Line-Ausgang für Aufnahmegeräte wie z. B. ein Kassettendeck darf natürlich auch nicht fehlen, wie der auch Antennenanschluss für das DAB / FM Radio.

Für die kabellose Kommunikation bietet der Receiver die Möglichkeit WiFi oder Bluetooth zu nutzen, wofür die beiden beweglichen Antennen zuständig sind. Für die Variante mit Kabel ist ein Ethernet-Port verbaut. Neben der schon angesprochenen Möglichkeit zwei Boxenpaare (Bananenstecker geeignet) anschließen zu können, bietet der Receiver eine Subwoofer Pre-Out Buchse, um die musikalische Untermalung, wenn gewünscht, mit dem gewissen Nachdruck genießen zu können. Die Remote Control-Buchse, die für die Synchronisierung verschiedener Onkyo-Produkte zuständig ist sowie den IR In/Out Anschluss, der mit Multiroom-Fernbedienungssätze verbunden werden kann, wollen wir nicht unerwähnt lassen und schließen das Kapitel rückseitige Betrachtung.    

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Wie schon die Front, ist das Chassis in einem schwarzen Farbton lackiert und aus Stahlblech gefertigt. An der Oberseite befinden sich die Belüftungsöffnungen für den leistungsstarken Receiver. Wird der Receiver länger mit hoher Leistung betrieben, ist diese Entlüftung auch bitternötig und der kleine Warnhinweis, auf der vorderen Ecke, erhält seine Berechtigung. Sonst ist das Design seitlich eher unaufgeregt, eine Aluminium-Beplankung hätte uns hier auch gut gefallen, ist aber höheren Preisklassen im Hause Onkyo vorbehalten. 

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Das dreistufig dimmbare Display ist zweizeilig ausgeführt, dabei sehr gut aufgelöst und in der höchsten Einstellung wird es als sehr kräftig leuchtend empfunden. Warum sich Onkyo für die Farbe Grün entschieden hat, wissen wohl nur die Designer. Vielleicht eine kleine Anlehnung an die "gute alte analoge Zeit". 

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Natürlich darf die Fernbedienung auch nicht fehlen und die liefert Onkyo in einer schicken silber-gebürsteten Optik mit. Alle Funktionen sind sinnvoll untergebracht und der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist mit angenehm zu beschreiben. Die Haptik der Fernbedienung gefällt und ist von der Wertigkeit passend zum Receiver.  

 


 

Technische Ausstattung

Bei der technischen Ausstattung lässt sich Onkyo bei dem TX-8150 nicht lumpen. Mit Spotify, Deezer und TuneIn ist einiges an Bord, was für aktuelles und modernes Musik hören von Nöten ist. Auch bietet der Receiver eine Unterstützung für DLNA 1.5 und kann somit problemlos, im heimischen Netzwerk, vorliegende Musikdateien streamen. Unterstützt werden alle gängigen Sound-Formate wie MP3, WMA (Lossless), WAV, AAC, FLAC, Ogg Vorbis, LPCM, Apple Lossless und DSD. Zuständig dafür ist der 384kHz / 32Bit D/A Wandler AKM4452 aus dem renommierten Hause Asahi Kasei. Dieser besonders rauscharme DAC soll das volle Potenzial der genannten Audioformate erschließen und für einen einzigartigen klareren Klang sorgen. Dies gilt es im Praxistest später zu überprüfen. Das verbaute WiFi-Modul unterstützt die b/g/n Standards und die kabelgebundene Variante ist ein 100Mbit Anschluss. Bluetooth wurde in der 2.1 Version verbaut ist kompatibel mit den A2DP und AVRCP Profilen, die Unterstützung für aptX fehlt hier.  

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Der solide und gut verarbeitete Onkyo Receiver kann auch mit seinem aufgeräumten Innenleben überzeugen. Das saubere Platinen-Layout und die aufgeräumte Verkabelung überzeugen uns. Als Ausgangsnennleistung stellt der Onkyo Receiver 135 Watt bei 6 Ohm auf beiden Kanälen zur Verfügung und Lautsprecher werden mit einer Impedanz von 4-16 Ohm unterstützt. Für Stereo-Begeisterte, die nicht so viel Leistung benötigen, hat Onkyo noch den "kleineren" TX-8130, mit 110 Watt pro Kanal  im Portfolio.

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Bei der Stromversorgung setzt Onkyo auf eine sogenannte High-Current Verstärkung ohne Phasenverschiebung. Dieser Hochstrom kann auch unter ungünstigen Lastverhältnissen (Impedanz-Schwankungen der Lautsprecher) gleichmäßig Leistung abgeben und sichert auch bei niedriger Impedanz eine stabile und hohe Stromversorgung. Zusätzliche Elektrolyt-Kondensatoren dienen zum Abfangen der Spannungsspitzen. 


 

Onkyo-Remote App

Um die Steuerung nicht über das zweizeilige Display in der Front erledigen zu müssen, bietet Onkyo für den TX-8150 Receiver eine App zur Steuerung an. Diese App ermöglicht die Bedienung aller Funktionen des Receivers, von der Eingangswahl über die Streaming-Auswahl bis zur Abschaltung des Geräts.  

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Die Onkyo-Remote App wurde aus dem Google Play Store heruntergeladen und auf unserem HTC M9 installiert. Die Anwendung startete auch zügig und ist man im gleichen Netzwerk angemeldet, erscheint einem auch direkt der Receiver zur Auswahl. Diese App unterstützt viele Geräte aus dem Onkyo Portfolio, besitzt man mehrere unterstützte Geräte, kann man diese beim Start der App auswählen. Die App selber ist Onkyo sehr gut gelungen. Die Oberfläche ist selbsterklärend, optisch gut aufgelöst und verständlich aufgebaut. Mit der Steuerung über das Smartphone oder Tablet wird man schnell warm und die "richtige" Fernbedienung wird wohl auf längere Sicht einstauben.

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Jedes Menü bietet eine übersichtliche Darstellung und Songs vom eigenen Smartphone lassen sich problemlos über das WLAN abspielen, ohne vorher sich mit Bluetooth verbinden zu müssen. Wo TuneIn Radio noch eine kostenlose App ist, macht Spotify und Deezer erst mit einem Premium-Abo richtig Spaß. Spotify erlaubt in der kostenlosen Variante keine Verwendung eines "externen" Abspielgerätes und somit ist die Funktion nur über eine Bluetooth-Kopplung möglich, wo das Smartphone als Zuspieler dient, oder man entscheidet sich für ein Premium-Abo. Die DLNA-Funktion ist auch durchdacht umgesetzt, so kann man sich entweder für die abgelegte Ordnerstruktur entscheiden, oder den Auswahlprozess über spezifische Musikstück-Parameter, wie Interpret oder Album, wählen. Praktisch ist die Funktion zum An- bzw. Abwählen einzelner Menüpunkte. Hier kann sich jeder Benutzer seine eigene Menüstruktur zusammenstellen und stolpert nicht ständig über Dienste, die er nicht benötigt. 

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Die elementare Bedienung wurde in der Onkyo-Remote App natürlich nicht vergessen und so ist z. B. die Lautstärkeregelung, Tiefen- und Höhenregelung hier wieder zu finden. Um den Stereo-Receiver auch per App starten zu können, muss man Ihn in den Netzwerk-Standby Modus versetzen. Diese nützliche Funktion erlaubt es jederzeit per App den Receiver zu starten, verbraucht aber im ca. 2,5 Watt pro Stunde. Der "normale" Standby des Receivers liegt hier bei knapp 0,2 Watt pro Stunde, macht den Receiver aber nur mit der "richtigen" Fernbedienung aus dem Schlaf erweckbar. Leider ist die App bei der Zuverlässigkeit etwas nachlässig. In unregelmäßigen Zeitabständen stürzte Sie ab und ließ sich dann nicht mehr mit dem Receiver verbinden. Hier half dann nur ein Neustart der App, um wieder den Kontakt mit dem Receiver herzustellen. Minimieren konnten wir das Problem, in dem man dem Receiver mit Hilfe der MAC-Adresse im Router eine reservierte IP-Adresse zuwies. Dann funktionierte die App deutlich stabiler und auch das Aufwachen im Netzwerk-Standby war jederzeit möglich. 

 

Weboberfläche 

Zusätzlich bietet der Onkyo TX-8150 noch die Möglichkeit, dass sich über ein Web-Interface gewisse Parameter einstellen lassen. Hier kann eine feste IP oder der angezeigte Netzwerkname bestimmt werden. Zugangsdaten für die Premium-Abos von Musikdiensten (z. B. Spotify) lassen sich ebenfalls fest hinterlegen. 

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Klangcheck / Praxis

Um den Onkyo Stereo-Receiver zu fordern, wurde er mit zwei Jamo Concert C97 Lautsprecher verbunden. Diese liegen mit einem Paarpreis von knapp 1000 Euro im richtigen Preisgefüge des Stereo-Receivers. Zuspieler waren der Onkyo C-7030 CD-Spieler (optisch angebunden um den D/A Wandler des Receivers zu nutzen), der Onkyo CP-1050 Plattenspieler und diverse HiRes Titel über das eingebundene DLNA-Netzwerk.

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Foto mit dem separat erhältlichen CD-Player C-7030 

Klangcheck

Da uns bei der Art der Zuspielung alle Möglichkeiten geboten waren, fingen wir mit dem guten alten "Plattenteller" an und legten die Scheibe Delicate Sound of Thunder von Pink Floyd auf. Mit dem Song Shine on you crazy Diamond starteten wir in die analoge Musikwelt und wurden nicht enttäuscht. Der Onkyo liefert einen wunderbaren warmen Klang an die Jamo Lautsprecher und der Song kann sich im Raum gut entfalten. Es wird eine gute Räumlichkeit geboten, auch wenn der Plattenspieler natürlich nicht so fein auflöst, wie bei digitalen Medien. Die Instrumente sind differenziert wahrnehmbar und der Bass macht den Lautsprechern in der richtigen Einstellung mächtigen Dampf und kommt jederzeit knackig und präzise. Schöner Einstieg vom Onkyo.

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Foto mit dem separat erhältlichen CD-Player C-7030 und den von uns schon getesteten CP-1050 Plattenspieler

Für die nächste Station entschieden wir uns für eine digitale Scheibe. Wir fütterten den CD-Player mit einem Album von Alecia Moore, auch bekannt als Pink. Zusammen mit Dalles Green nennt Sie sich You+Me, die auf Ihren Album Roseave eher die ruhigeren Töne anschlagen. Bei dem Song Break the Cycle zeigt der Onkyo das er auch ein ruhiges und ausgeglichenes Gemüt besitzt. Die Gitarre von Dallas Green wird wunderbar in den Gesang beider Protagonisten eingebunden. Der Song wird mit einer sehr schönen warmen Höhendarstellung dem Hörer dargeboten und dem Mitteltonbereich fehlt es auch nicht an Präsenz.

HiRes ist das nächste Stichwort auf unserer Hörprobe und hier entschieden wir uns für eine HiRes DSD64 2.8 MHz Datei von dem Künstler David Elias. Der Song Vision of her ist ein Demo Song von David Elias und kann hier in verschiedenen Formaten kostenlos heruntergeladen werden. Schon bei der Eröffnung des Songs merkt man dem digitalen Medium die sehr hochwertig produzierte Aufnahme an. Der klare Sound zieht einen direkt in den Bann. Der Onkyo- Receiver zeigt, wenn es nötig ist, kann er auch ein Feingeist sein und überzeugt mit einer schönen detaillierten, fein aufgelösten Wiedergabe, die auch eine tolle Dynamik mitbringt. Der Gitarrensound wird wunderbar akustisch integriert und der Gesang von Herrn Elias wird an den richtigen Stellen in den Vordergrund gerückt. Die Aufnahme klingt einfach wunderbar abgestimmt.

Foto mit dem separat erhältlichen CD-Player C-7030 und den von uns schon getesteten CP-1050 Plattenspieler

Für die Zuspielung einfach codierter Musikstücke nutzen wir direkt die Bluetooth-Verbindung mit der Spotify-App. Spotify bietet aktuell eine Datenrate von bis zu 320kbits/s, dass aber nur bei einem Premium-Abo. In der kostenlosen Variante stehen gerade mal 96kbit/s zur Verfügung, Deezer bietet auch nicht mehr Qualität in der kostenlosen Version. Das sollte aber reichen, um zu überprüfen wie sich der Onkyo bei schlechterem Quellmaterial verhält. Als Musikstück wählten wir den Partysong Never forget you von Zara Larsson & MNEK. Der Grundpregel der Aufnahme ist deutlich höher, als bei den vorangegangenen Zuspielungen und ein gewisses Grundrauschen ist bei hohen Lautstärken auch zu vernehmen. Der Song wird dynamisch und kräftig wiedergegeben, aber wie schon erwartet, nicht so detailliert und gut aufgelöst wie bei unseren anderen Test-Songs. Dies ist klar dem Ausgangsmaterial geschuldet, trotzdem liefert der Onkyo hier eine saubere Performance hier ab und für eine Partybeschallung reicht es alle mal. Die Bluetooth-Verbindung war zu jederzeit stabil und es wurden keine Störungen der Funkverbindung wahrgenommen.  

Klanglich konnte der Onkyo TX-8150 Receiver überzeugen und das gleiche Bild liefert er auch bei seiner Leistungsfähigkeit. Mit seinen 135 Watt pro Kanal lieferte er jederzeit eine kraftvolle Zuspielung an unsere Jamo Concert C97 Lautsprecher. Selbst höhere Pegel über einen längeren Zeitraum zwang dem Onkyo nur ein müdes Lächeln ab. Bei HiRes Quellmaterial kann der verbaute DAC aus dem Hause Asahi Kasei zeigen was er kann - der Receiver spielt die Musikstücke in den einzelnen Instrumenten sehr differenziert und löst Stimmen fein detailliert auf. Die Tiefton-Wiedergabe ist druckvoll aber jederzeit mit dem perfekten Timing. Man bekommt den Eindruck, der Receiver präsentiert die Musikstücke, wie vom Künstler gewollt.

Das erhörte Klangbild würden wir mit dem Adjektiv warm beschreiben. Er kommt aus dem Bauch heraus und das erfreulicherweise schon bei leisen Pegeln. Die Tieftonwiedergabe ist deutlich präsent, auch wenn der Drehregler nur bei Zimmerlautstärke steht, liefert der Bass präzise und druckvoll den nötigen Punch. Der Mittelton- und Hochtonbereich wurde immer gut in das Geschehen integriert und kein Frequenzbereich wurde bevorzugt bzw. nachteilig behandelt. Ein sehr homogen abgestimmtes, dabei jederzeit kraftvolles Klangbild ist hier unser Fazit.

 


 

Fazit

Wer hat es erwartet? Onkyo kann an seinen positiven Erfolgen anknüpfen und liefert eine starke Performance mit den TX-8150 Receiver aufs "Parkett". Die vielen Möglichkeiten der Zuspielung, die kraftvollen Endstufen und das sehr edle optische Auftreten schnüren ein feines Gesamtpaket. Das Klangbild ist sehr ausgewogen und bietet eine solide Grundlage für jeden audiophilen Hörer, mit den entsprechenden Lautsprechern. Die Steuerung über die Onkyo-Remote App kränkelt zwar noch leicht an ein paar Ecken, kann das sehr positive Gesamtbild aber nicht eklatant Schwächen und bietet dazu noch einen deutlichen Mehrwert.    

Der auf der IFA 2015 vorgestellte Stereo-Receiver lieferte im kompletten Testparcours stets eine sehr gute Performance und leistete sich keine Fehltritte. Das sehr runde Gesamtpaket ist für aktuell 515,- EUR Anschaffungspreis zu bekommen und der Onkyo TX-8150 Netzwerk-Stereo-Receiver befindet sich damit in einem sehr fairen Preis-Leistungsgefüge. Erhältlich ist der Onkyo TX-8150 unter anderem auch bei Amazon.

 

 

Onkyo TX-8150 Netzwerk-Stereo-Receiver 
Homogenes Klangbild trifft auf leistungsfähigen Boliden mit vielen Zuspielmöglichkeiten - 08.01.2016

 
   AV Receiver / Verstärker-Testberichte  Hersteller-Homepage Bei Amazon kaufen  
         
   Pro  Contra    
  + edles Erscheinungsbild 
+ leistungsstarke Endstufen
+ Konnektivität / Zuspielmöglichkeiten

+ viele unterstütze Audioformate (HiRes tauglich)
+ homogenes Klangbild 
+ Onkyo-Remote App
 - Remote-App schwächelt ab und an





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Wir sprechen dem Onkyo TX-8150 Netzwerk-Receiver unsere Redaktionsempfehlung aus.

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Diskutiert diesen Artikel im Forum (4 Antworten).
Gesendet: 31 Jan 2016 21:40 von Botter #58
Marcels Avatar
nocar schrieb:
Habe auch Riesenprobleme mit ONKYO Remote APP! Am Anfang funktionierte alles perfekt. Plötzlich gab es den bekannten crash und nichtsging mehr. Ständiges reseten nervt. Onkyo antwortete mit Tipps, die aber allesamt nicht funktionierten. Sehr ärgerlich.

Hi Nocar, wie sieht denn deine Kombi genau aus, also Smartphone, Heimnetz etc.? Vielleicht kommen wir ja gemeinsam zu einer Lösung. :)
Gesendet: 30 Jan 2016 22:09 von nocar #57
nocars Avatar
Habe auch Riesenprobleme mit ONKYO Remote APP! Am Anfang funktionierte alles perfekt. Plötzlich gab es den bekannten crash und nichtsging mehr. Ständiges reseten nervt. Onkyo antwortete mit Tipps, die aber allesamt nicht funktionierten. Sehr ärgerlich.
Gesendet: 24 Jan 2016 14:49 von firstmad #53
firstmads Avatar
Hi, ich kenne die Probleme mit der APP, aber ich kann das mit unserem Sample nicht reproduzieren. Die App funktioniert gut, stürzt selten mal ab, aber diesen Receiver-Crash in Verbindung mit der App ist mir noch nicht passiert. Habe die aktuelle Firmware drauf und auch die aktuelle App-Version.
Gesendet: 23 Jan 2016 10:15 von VelocyRaptor #52
VelocyRaptors Avatar
Hi!

Danke für das Review. Auf anderen Plattformen werden extreme Softwareprobleme mit der App festgestellt (Abstürze, Abschaltungen, etc.). Hast du ähnliche Erfahrungen?

LG,
VR